Dülken weihte den neuen Stadtpark mit einem bunten Programm ein

Bereits seit November ist der neue Stadtpark an der Melcherstiege fertig gestellt, der symbolische Spatenstich war im Juni letzten Jahres durch den stellvertretenden Bürgermeister Hans-Willy Bouren (CDU) gefallen. Nun wurde er gestern auch offiziell an die Dülkener übergeben.

Foto: Rheinischer Spiegel/ik

Viersen-Dülken – Auf den 6.600 Quadratmetern neben dem Dülkener Busbahnhof ist ein neuer Stadtpark entstanden. Die Rasenfläche dominiert die Fläche, daneben stechen die Stahlmauer hervor, die den vorhandenen natürlichen Höhenunterschied auffangen, an die Melcherstiege als Standort der Stahlindustrie erinnern. Als Park für unterschiedlichste Aktivitäten konzipiert, wurde Platz um Ballspielen, Inlineskaten oder für Open-Air-Konzerte geschaffen. Am gestrigen Freitag wurde das Konzept des Dülkener Stadtparks zum ersten Mal einer Prüfung unterzogen, als der neu gestaltete Bereich der Melcherstiege offiziell den Dülkenern im Rahmen des Aktionstages „Tag der Städtebauförderung“ übergeben wurde. Durch den Tag führte gewohnt gekonnt Franz Groten, der zunächst die Liedertafel 1824 Dülken auf der Bühne begrüßen durfte. Der Gesangsverein zählt zu den ältesten Männerchören in Deutschland und freut sich über stimmgewaltigen Zuwachs.
Ihm schlossen sich die Fauth Dance Company Teens an, die bewiesen, dass sie den „Großen“ tänzerisch in Nichts nachstanden und das man noch viel von ihnen hören wird, bevor dann der bekannte Süchtelner Künstler Detlef Belk mit einem facettenreichen Programm die Bühne für die nachfolgenden Bands vorbereitete.

Foto: Rheinischer Spiegel/ik

Hier präsentierten sich die die Viersener Band „Get Hired“ und, wofür sich der Stadtpark zur Dämmerung hin schnell mit hunderten von Besuchern füllte, die Band „Kasalla“. Einem (TV-)Millionenpublikum mag der rheinische Kraftausdruck „Kasalla“ (= Ärger, Krawall) erstmals im Programm von RTL in seiner ganzen Pracht aus dem Munde des mitteilungsfreudigen Ex-Fußball- Profis Thorsten Legat im Dickicht des australischen Urwalds zu Ohren gekommen sein. Für Musikfans landauf, flussab ist die seit Jahren erste und einzige Begriffs-Assoziation: Kölns beliebteste und erfolgreichste Mundart-Band.
Ein Status, den Kasalla sechs Jahre nach ihrer Gründung mittlerweile unangefochten einnehmen. Die spektakuläre Leistung kommt dabei einem musikalischen Durchmarsch von der Kreisklasse in die Champions League gleich – denn was außerhalb der Dommetropole kaum einem Musikinteressierten bekannt ist: die musikalische Konkurrenz ist in Köln weit größer und intensiver als in jeder anderen deutschen Großstadt. Sie waren es, die die Melcherstiege zum Beben brachten und bis in die Abendstunden hinein einen absoluten musikalischen Höhepunkt garantierten. (cs)