Dülkener Geschichte bestaunen: Erinnerungen an Heinz Luhnen

In dem kleinen Haus Hühnermarkt/Ecke Lange Straße in Dülken, in welchem einst der Heimatdichter und „Gloria tibi Dülken“-Komponist Heinz Luhnen wohnte, ist ein ganz besonderes Schaufenster und eine Hommage an eine große Dülkener Persönlichkeit entstanden.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen-Dülken – Cony und Peter Ringendahl sind in Dülken wahrlich keine Unbekannten mehr. Ehrenamtlich aktiv, haben sich weit mehr als ein Mal für die Dülkener Heimatgeschichte eingesetzt. In Gedenken an den Heimatdichter und Komponisten Heinz Luhnen ist jetzt ein „Luhnen-Fenster“ in dem Haus am Dülkener Hühnermarkt entstanden, in welchem Luhnen seine Musikalienhandlung hatte. „Im letzten Sommer gingen wir durch den „Hühnermarkt“ und uns fiel wieder das kleine Schildchen auf, das darauf hinweist, dass in diesem Haus Hühnermarkt 16 unser Heimatdichter und Komponist wohnte und wir wussten, dass er auch dort seine Musikalienhandlung hatte“, berichten Cony und Peter Ringendahl, angesprochen auf die Entstehung des Luhnen-Fensters. „Wir betrachteten die Jahreszahlen ein wenig genauer und uns fiel auf, dass er in diesem Jahr 125 Jahre alt geworden wäre.“

Die Räume standen leer, weder das bisherige türkische Reisebüro, noch die Änderungsschneiderei hatten sich gehalten. „Wir wollten irgendetwas machen, dass Heinz Luhnen nicht in Vergessenheit geraten lässt.“ Verbunden mit dem leerstehenden Lokal entstanden so direkt mehrere Ideen: Peter Ringendahl arrangierte die Luhen-Lieder neu, präsentiert wurden sie bereits im Frühjahr und ebenfalls eine CD ist entstanden, deren Erlös dem Förderverein Narrenmühle zugutekommt.

Foto: Rheinischer Spiegel

„Im Vorfeld hatten wir einige Treffen mit seinem Sohn, Heinz-Luhnen jun., und wir erzählten ihm auch, dass wir die wage Idee hätten, das Fenster der ehemaligen Musikalienhandlung Luhnen als „fiktives Geschäft“ zu dekorieren“, so Cony Ringendahl weiter. „Diese Idee fand er toll, es machte ihn allerdings traurig, dass das Haus so verkommen aussah. Zugegeben, das stimmte.“ Nach eine Spurensuche war auch bald der Eigentümer, die Viersener Aktienbau, gefunden. Allerdings wurde das Haus gerade an einen Dülkener Investoren verkauft, weshalb sich zunächst die Idee schwierig gestaltete. Die finale Unterschrift der Eigentumsübertragung später fand das Projekt volle Unterstützung.

Gesammelt haben Cony und Peter Ringendahl Noten, Orden, Auszeichnungen, Musikinstrumente und so wurde aus dem Schaufenster eine Hommage an den Heimatdichter. In der Mitte des Raumes steht eine Theke mit Kasse, rechts an der Wand hängen Auszeichnungen und Orden von Heinz Luhnen und die linke Seite hebt seine komponistischen Fähigkeiten in Form von Schreibtisch, Klavier und Noten ebenso hervor wie seinen Hang zur Gemütlichkeit, denn er trank gerne mal ein Gläschen Wein. In den Abendstunden (ab ca. 18.30 Uhr) ist der ganze Raum gemütlich illuminiert. Wie lange dieser Raum so bleiben kann ist ungewiss, denn Cony und Peter Ringendahl dürfen ihn nur so lange bestücken, bis der Investor einen anderen Plan für das Objekt hat und hoffentlich zu seinem alten Glanz zurückfindet. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel

Musikalisch auf den Spuren von Heinz Luhnen