Dülkener Kinderprinz spendete seine Haare für den guten Zweck

Kurz vor den Höhepunkten im Straßenkarneval ließ sich der Dülkener Kinderprinz Emil I. seine langen Haare für den guten Zweck abschneiden. Die Haarpracht kommt nun krebskranken Kindern zugute.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen-Dülken – Es ist früh am Morgen des Nelkensamstag. Die Dülkener Lange Straße ist ruhig, doch im Salon von Andrea Stollenwerk brennt Licht. Neben den Dölker Möhne, die mit ihrer Obermöhne Andrea am Vormittag noch durch die Stadt ziehen, Spenden sammeln und den Möhnespeck verschenken, ist auch das Dülkener Kinderprinzenpaar auf den Beinen. Emil und seine Lieblichkeit Lara-Sophie werden die schwarz-gelben Damen später noch beim Sammeln für den guten Zweck unterstützen, doch erstmal steht der Prinz dann im Rampenlicht.

Foto: Rheinischer Spiegel

Knapp vor einem halben Jahr teilte er seiner Mutter Sabine Thönißen mit, die auch eine Dreistadtmöhn ist, den besonderen Wunsch mit: „Mama, ich möchte meine Haare spenden!“ Seit dem Kindergarten hat der Zehnjährige seine blonden Haare wachsen lassen, die zuletzt bis zur Hüfte reichten. Über das gepflegte Haar des Prinzen staunt auch die engagierte Friseurmeisterin: „Das sind ganz tolle Haare, gepflegt und ohne Spliss.“

Als die engagierte Friseurmeisterin und Dölker Obermöhn die Schere dann ansetzt – auch das Dülkener Prinzenpaar Marco I. und Sonja I. waren gekommen – ist es still im vollen Ladengeschäft, bis auf das Klicken einiger Kameras, denn auch der Westdeutsche Rundfunk produzierte einen Fernsehbeitrag zu der außergewöhnlichen Spendenaktion. Emil ist sichtlich stolz, seine Haare nun zugunsten krebskranker Kinder kürzen zu lassen. Die Haare werden dann über den Verein „haare-spenden.de“ zu einer Echthaarperücke verarbeitet, die einem schwer erkrankten Kind den Alltag ungemein um Einiges erleichtern wird.

Mit kinnlanger Frisur ist der Kinderprinz ab sofort unterwegs, denn Bedingung für den Haarschnitt war, dass immer noch ein Zopf gebunden werden kann, denn seine Haare möchte der Prinz wieder wachsen lassen. Sichtlich zufrieden stand Emil I. dann auch noch für Interviews und Fotos zur Verfügung, während er zurückgelehnt einen Kakao schlürfte. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel