Dülkener Mühlenfest: Vom Feiern, Euphorie und Buhrufen

Von Freitag bis Sonntag lockte das Mühlenfest ein letztes Mal die Besucher von nah und fern auf den Alten Markt vor der Umgestaltung. Während bis spät in die Nacht gefeiert wurde, wurde die Eröffnung durch die Viersener Bürgermeisterin auch mit Buhrufen begleitet.

Foto: Rheinischer Spiegel/Olaf Josten

Viersen-Dülken – Die Umgestaltung des Alten Marktes in Dülken steht unmittelbar bevor und so haben die Dülkener am vergangenen Wochenende zum letzten Mal vor der vollkommenen Neugestaltung feiern können. Die Umgestaltung selbst war in der Planungsphase emotional heiß diskutiert worden, Unterschriftenaktionen wurden gegen die geplanten Baumfällungen gestartet, Trauerbänder angebracht. Doch auch sonst sehen viele Dülkener die Planungen skeptisch. Während vor der Bühne bei der Eröffnungsrede der Viersener SPD-Bürgermeisterin Sabine Anemüller geklatscht wurde, waren einige Dülkener zusammen gekommen um ihrem Unmut mit Rufen und Pfiffen Luft zu machen.

Ein Wehmutstropfen neben der abwechslungsreichen Planung, die erstmals durch den Arbeitskreis Mühlenfest durchgeführt wurde. Bereits am Freitag rockte die Coverband „Fine“ die Bühne, während der Samstag von der ersten „Großen Dülkener Schlager-Party“ geprägt war.

Foto: Rheinischer Spiegel/Olaf Josten

Bis spät in die Nacht wurde der Alte Markt zur Feiermeile, mündete auf der Bühne nach Mitternacht als Höhepunkt in den Auftritt von G. G. Anderson bei dem es reichlich eng wurde für die Besucher vor den Brettern, die die Welt bedeuten. Doch er war nicht der einzige Stargast, der an diesem Tag in Dülken dabei war, schließlich konnte Moderator Dieter Gross ebenfalls unter anderem Michael Fischer, Jürgen Peter, Soul Bros oder den Dülkener Sänger Jermaine begrüßen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Olaf Josten

Ein buntes Mühlenfest-Programm rundete den Sonntag ab, wurde doch bereits am Vormittag viel geboten. Kinderaktionen, Bühnenprogramm, Kunstgenuss und Schoppen wechselten sich ab, die Veranstalter hatten zudem Vereine und Organisationen eingeladen. Der Löschzug Dülken der Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz zogen mit ihrer Rettungsübung eines brennenden Fahrzeuges viele Neugierige an und klärten dabei direkt auf, was im Ernstfall zu tun ist. Wem etwas Süßes lieber war, der fand ein riesiges Kuchenbuffet. Auf der Bühne überzeugten der Karnevalsverein de Üüle ebenso wie die Kleinen Sternchen oder die Tanzschule Behneke. Es gab Fitness und Jazz bis zum späten Nachmittag der mit der Band Onkel Schröder endete. Doch auch für das Auge gab es einiges zu erspähen, darunter die Ausstellungseröffnung „Traumbilder und Abstraktes“ des Konzeptes 48/11 in den Räumen der Lange Straße. Mehrere tausend Besucher genossen drei Tage in bester Feierlaune und sicherten den Veranstaltern einen vollen Erfolg. (dt/oj)

Foto: Rheinischer Spiegel/Olaf Josten

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