Dülkener Orpheum präsentiert eine mitreißende und orientalische 151. Spielzeit

Auch im 151. Jahr ihres Bestehens bietet die Große Karnevalsgesellschaft Orpheum einen Abend der Extraklasse mit dem Aat Dölker Stöckske, bei welchem die Viersener Eheleute Sauerbrei fast das Eiertitschen gewinnen und einer Orientreise, die auf dem Airport Dülken Pollhütte international startet.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen-Dülken – „Macht die Herzen auf, denn die Orpheumsshow soll euch Freude bringen“, singt der äußerst sympathische und tonsichere Männerchor der Karnevalsgesellschaft Dülkener Orpheum auch zu Beginn der 151. Spielzeit. Eine Tradition, die erneut in diesem Jahr ins Dülkener Bürgerhaus lockt und die an jedem Abend innerhalb der Spielzeit mit den begrüßenden Worten durch Präsident Günther Kamp startet. Nach der mitreißenden Jubiläumsshow im vergangenen Jahr hat sich „Aat Dölker Stöckske“-Autor André Schmitz in den Monaten der Vorbereitung wieder etwas Besonderes einfallen lassen und entführt die Gäste in Mariechens Kneipe, wo mit viel Herzblut das Eiertitschen gemeinsam mit dem Osterhasen ansteht.

Foto: Rheinischer Spiegel

Doch nicht nur Pfarrer und Bürgermeister, sondern auch die Eheleute Sauerbrei aus dem verbotenen Viersen nehmen an dem österlichen Brauch teil und sorgen für genügend Spannung in allen Hinsichten. Als Frau Sauerbrei dann aber bis in das Finale vordringt, sorgt dies für Gespött gegen den von Lutz Oellers gespielten Schiedsrichter. Nein, ein Viersener hat das Spiel in Dülken nicht zu gewinnen, das wissen auch die zahlreichen Gäste, die bereits die ersten Lachtränen wegdrücken mussten.

Foto: Rheinischer Spiegel

Überhaupt beweisen die Orpheumsmitglieder an den Spielabenden immer wieder erneut, wie geschickt sie im Flughafenbau sind. Zweimal elf Minuten dauert es nur und der Flughafen Dülken Pollhütte international steht – kein Vergleich zum Berliner Flughafen und zudem bereits mit einer Kneipe von Piet Renker versehen.
Im Schatten der Dülkener Windrose trifft die Reisegruppe Orpheum auf so manch berühmte Persönlichkeit, selbstverständlich musikalisch durch den eigenen Chor, unter der Leitung von Hans-Peter Faßbender, begleitet. Für die „Brüder“ geht es im ersten Akt, auf dessen Bühne auch ein manövrierfähiges Flugzeug das Publikum beeindruckt, dann aber ab in den Orient, geschrieben von Dietmar Creutz und Marcus Büschges.

Foto: Rheinischer Spiegel

Dass das Orpheum weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist, weiß auch Peter Hören, der zum diesjährigen Intermezzo den Rockerclub Orpheum MC gegründet hat. Passend in Lederkutten mit Stadtwappen von Dülken empfangen die Biker den Gründer und ihren Oberboss „Crawl the Warrior King“. Direkt zum zweiten Akt werden alle Mitreisenden von orientalischen Klängen in den Bann der Welt gezogen, in der Teppiche scheinen fliegen zu können. Mehrfach wird auch der Medicus um Rat gebeten, um für kleinere Belange eine Lösung zu finden, die nach dem Jungfernflug mit der Sultan Air aufgetreten sind. Eine fabelhaft bunt gestaltete Orientwelt, in der auch die Flaschengeister Jeannie und Gin beheimatet sind, entlocken dem Publikum ebenso viel Applaus wie Gesang und schauspielerisches Können, wobei gerne auch die Hilfestellungen von Souffleur Oliver Puffer angenommen werden, die nicht nur im Publikum, sondern ebenfalls auf der Bühne für Lacher sorgen.

Das Orpheum weiß eben nicht nur zu unterhalten, die Aufführungen reißen mit und bleiben gerne in Erinnerung und wenn dann der Orpheumschor seine Stimmen erschallen lässt, dann sind Standing Ovations garantiert. Mit „Wir schenken Euch gleich die 1001. Nacht!“ zur Melodie der Klüngelköpp findet der Abend seinen würdigen Abschluss und die Sicherheit, dass die Gäste gerne im nächsten Jahr wieder aus nah und fern anreisen werden.

Die weiteren Spielabende sind Samstag, 1. Februar, 18 Uhr, Freitag, 7. Februar, 19 Uhr, Samstag, 8. Februar, 18 Uhr, Freitag, 14. Februar, 19 Uhr und Samstag, 15. Februar, 18 Uhr. Für alle Spielabende sind noch Karten unter der Hotline 0178-4060943 erhältlich. (dt)

Foto: Jenny Uhing