Dülkener Senioren schunkelten begeistert mit der Dü-Ka-Ge

Mittlerweile zum dritten Mal hatte die Dülkener Karnevalsgesellschaft 1948 e. V. zu ihrer beliebten Senioren-Sitzung eingeladen. Kein Platz war mehr frei in der Aula des Clara-Schumann-Gymnasiums, denn bereits im Voraus war die Sitzung ausverkauft.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen-Dülken – Zu ihrer dritten Dülkener Senioren-Sitzung hatte sich die Dülkener Karnevalsgesellschaft 1948 e. V. wieder einige Besonderheiten einfallen lassen und präsentiere ein buntes Programm aus Eigengewächsen und närrischen Bühnenstars den Karnevalisten, die aus der ganzen Region und in allen Altersstufen zusammen gekommen waren. „Im laufenden Jahr hat die Dü-Ka-Ge wieder regen Zulauf verbuchen können. Das macht uns natürlich stolz“, so Peter Verhufen, Vorsitzender der Dülkener Karnevalsgesellschaft 1948 e. V.

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller

So eroberte nicht nur die Funkengarde der Dü-Ka-Ge, übrigens Dülkens einzige berittene Funkengarde auf Steckenpferden unter der Leitung von Lars Strafer, die Bühne, die mit viel Applaus und karnevalistischen Gloria-tibi-Dülken-Rufen begleitet überzeugte, sondern auch Karl Timmermann – Die Stimme für alle Fälle. Der Moderator und Sänger, der ebenfalls als „Barry Gibb vom Niederrhein“ bekannt ist, steht bereits seit 1968 auf den großen Bühnen, tourte mit Rudi Carrell durch Deutschland. Dass er auch heute noch weiß wie er die Massen bewegt, bewies er mit viel Leidenschaft und reihte sich damit in ein Programm voller Witz und Musik mit Liedern unter anderem von Udo Jürgens ein. Dabei griff er sich aus dem Publikum direkt noch Unterstützung. Den Weg nach Dülken gefunden hatte auch der bekannte TV-Feuerwehrmann Kresse, der einzige Feuerwehrmann, der mit der Straßenbahn zum Brand ins Finanzamt fährt. Feuerwehrmann Kresse, alias Klaus Bömeke aus Rösrath präsentierte sich als Kölns dämlichster Wehrmann und hatte mit seinen Witzen eine harte Prüfung für die Lachmuskeln im Gepäck.

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller

Die Bühne frei machte er für die Altstadtfunken Monheim. Die Garde selbst besteht aus bis zu sechzig Uniformierten und wenn aus dem Saal herausschallt „Funke opjepass zum Danze opjestallt“, dann wissen die Karnevalisten bereits, dass sie akrobatische Gardetänze zu erwarten haben. Nicht ganz so weit hatte es die Erdnuss aus Nettetal, wohnt der Komiker doch „quasi nebenan“. Was im Jahr 1987 als einmaliger Auftritt gedacht war, erfreut sich inzwischen im gesamten Rheinland allergrößter Beliebtheit. Der „Witzbold der Nation“ ist als Redner mit viel Witz bekannt – kein Wunder, dass er für seine Darbietungen bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Vor dem Abschluss einer gelungenen Sitzung, die nach einer Wiederholung schreit, war es die Dü-Ka-Ge, die erneut den Saal für sich gewann und diesen in bester Laune der Band Echt Lekker aus Mönchengladbach überließ, die Kölsche Tön ganz neu interpretiert auf die Bühne brachten. (nb)