Kunstvolle Dölker Skyline lässt Heimatjeföhle wachsen

Wem an Hausfassaden schon einmal die kunstvoll gestaltete Dülkener Skyline aufgefallen und sowieso mit der Stripkestadt verbunden ist, für den sind die kleinen Kunstwerke fast schon ein Muss. Vertrieben werden sie bereits in zweiter Generation einem Ur-Dülkener und deshalb haben wir einmal hinter die Kulissen geschaut.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen-Dülken – Auf zwanzig Lenze kann John Jansen mittlerweile zurückblicken. In Dülken ist der junge Mann längst kein Unbekannter mehr, trägt er doch seine Heimatstadt fest im Herzen. Damit das Heimatgefühl auch erhalten bleibt, führt er eine Idee seines vor fünf Jahren verstorbenen Großvaters fort, der eine maßstabsgetreue Skyline entworfen hatte.
Hans Jansen war nicht nur viele Jahre Vorsitzender der KG De Üühle. Er blickte in seiner Rentenzeit auf ein Berufsleben als gelernter Schlosser zurück und verfolgte immer mit leichtem Kopfschütteln die vorhandenen Darstellungen von Dülken. War doch manchmal die Narrenmühle größer als die Windrose oder der Dölker Dom hatte nur vier der eigentlichen fünf Dachgiebel auf dem Kirchenschiff. „Opa war genauso wie ich ein Perfektionist“, lächelt John Jansen.

So entstand eine kleine Skyline unter anderem mit Narrenmühle sowie St. Cornelius und eine große mit weiteren Motiven, darunter die Kirche Herz Jesu oder der bekannte Fuesersturm. „Seine Idee war etwas für seine Heimatstadt Dülken zu gestalten“, sagt sein Enkel. Selbst gezeichnet mit den passenden Maßstäben hatte Hans Jansen die Umrisse zu Papier gebracht und dann in Mönchengladbach eine passende Firma gefunden, bei der die Dölker Skyline bis heute produziert wird.

Zunächst nur im Dülken Büro sind diese mittlerweile zudem in Dülken bei Edeka Zielke erhältlich. „Sie sind natürlich auch bei mir zu erwerben“, so John Jansen, schließlich ergänzt die aktuelle Reihe mittlerweile nicht nur eine Magnettafel oder eine Platte als Negativ. Ganz neu dabei ist die Skyline in Rostoptik und ist nur bei John Jansen persönlich oder Blumen Krampe auf der Lange Straße 113 vorrätig. 25 Euro kostet die Skyline in einer Größe von 25 cm. Dabei ist es egal, ob sie nun aus gebürstetem Edelstahl oder mit der Rostpatina erworben wird. Theoretisch sind die Motive sogar bis zu vier Meter Unterkante erhältlich – größere Metallplatten stehen nicht zur Verfügung. Die Sondergrößen werden dann individuell je nach Auftrag angefertigt – bis hin zu Aufstellern mit Fuß für das Wohnzimmerregal.

John Jansen selbst ist natürlich, so wie sein Großvater, ebenfalls Dülkener und befindet sich aktuell in einer Ausbildung zum Landwirt. Momentan lernt er in Mönchengladbach-Giesenkirchen-Schelsen auf einem Obst- und Ackerbaubetrieb, im nächsten Jahr wechselt er zudem nach Korschenbroich um die verschiedenen Höfe einmal kennenzulernen. „Ein eigener Hof wäre mein Traum“, schmunzelt er. Wo er dann seine Gesellenzeit verbringen möchte, das steht eigentlich auch schon fest – natürlich bleibt er Dülken erhalten – so wie auch dem Brauchtum, denn er ist unter anderem Mitglied der Ki Ka Kai a, der neu gegründeten Dölker-Jonges oder unterstützt den Vaterstädtischen Verein. Aktuelle Informationen zu neuen Stücken bietet die Facebookseite Dülkener Skyline und wer ein kleines Kunstwerk in Rostoptik oder einer Sondergröße erwerben möchte, dem steht John Jansen gerne unter der Telefonnummer 0162 1880204 bei allen Fragen zur Seite. (nb)

Wem an Hausfassaden schon einmal die kunstvoll gestaltete Dülkener Skyline aufgefallen und sowieso mit der Stripkestadt verbunden ist, für den sind die kleinen Kunstwerke fast schon ein Muss. Foto Rheinischer Spiegel