Dülkener Unternehmen wehren sich in pink gegen eine rabenschwarze Zukunft

Dülkener Einzel­händler, Friseurbetriebe und Gastromen beteiligen sich an den Aktionen „Wir gehen mit _voran„ und “Licht an, bevor es ganz ausgeht!“ und rufen am kommenden Montag zum gemeinsamen Aktionstag auf. 

Viersen-Dülken/Region – Gehört – nicht erhört – unerhört. Die erste Kampagne „Wir machen auf_merksam“ lenkte den Blick von Öffentlichkeit und Politik auf die Probleme des Einzelhandels. Viele Geschäftsinhaber haben diese Aktion unterstützt, doch außer Versprechungen haben sie von Seiten der Politik noch keine konkrete Entschädigungszusage erreicht. Nicht wenige sehen sich am Ende ihrer Möglichkeiten. Zumal auch bisher kein Eröffnungstermin für die Geschäfte in Aussicht gestellt wird. Sie sorgen sich in erster Linie auch um ihre Mitarbeiter, deren Arbeitsplätze sie, ohne staatlichen Schadenersatz und greifbaren Wiedereröffnungstermin, nicht sichern können.

Mit der neuen Aktion „Wir gehen mit _voran“ stellen nun zahlreiche Dülkener Unternehmen auch die Interessen der Mitarbeiter in den Fokus. So wurde der 01.02.2021 (11 Uhr) als Aktionstag festgelegt, an dem noch einmal mit gesammelter Mitarbeiterkraft auf die Forderungen des Bündnisses www.freundschaftsdienst.eu aufmerksam gemacht werden soll. An dem Tag kommen die Mitarbeiter zu Wort.

Ware steht in Kartons symbolisch zum Abholen bereit
· Die Dülkener Unternehmen packen die Waren, die aufgrund der geschlossenen Geschäfte, während des Lockdowns noch im Bestand sind und nicht verkauft werden konnten, in Kartons und stellen diese in oder vor das Schaufenster.
· Diese Kartons werden mit den magentafarbenen Aktions-Plakaten beklebt
· Auch die Schaufenster des Geschäfts werden mit den Motiven plakatiert
· Um die Mitarbeiter in den Mittelpunkt zu stellen, sollen diese im Vorfeld des 1.2.2021 jeden Tag und besonders am Aktionstag zu Wort kommen. In Statements schildern sie ihre Perspektive. Fotos und Videos werden in die sozialen Netzwerke gestellt
· Auch Nachbarn und weitere Unterstützer aus den Innenstädte können unter freundschaftsdienst.eu die Plakatmotive herunterladen und sich so an der Aktion beteiligen.
· Am Aktionstag ab 11:00 Uhr werden die Unterstützer außerdem aufgerufen, erneut mit den magentafarbenen Plakaten zu posieren und die Fotos in den sozialen Netzwerken zu verbreiten

Das fordern die Dülkener Händler gemeinsam mit freundschaftsdienst.eu:
1. Schnelle Hilfe durch Vorabzahlungen (siehe erster Lockdown)
2. Unbürokratischer Antrags- und Genehmigungsprozess
3. Faire und angemessene Ausgleichszahlungen
4. Ein konkretes Wiedereröffnungsszenario für den Einzelhandel (opm)

Ein Kommentar

  1. Hier zeigt sich wieder das unprofessionelle Vorgehen der Politik:
    Groß angekündigte Milliarden schwere Hilfsangebote, leere Versprechungen, aber nur schleppende oder gar keine Umsetzung.
    Angekündigte Hilfen kommen nicht an, oder sind so kompliziert und bürokratisiert im Antragsverfahren, dass viele schon vorzeitig aufgeben.
    Der Mittelstands,- oder Kleinunternehmer bleibt im Regen stehen, weil ihm von Seiten der Politik keine Wertschätzung zuteil wird.
    Anders bei den großen Unternehmen, da fließen die Milliarden unbürokratisch in Strömen.
    KEINE LOBBY == KEINE MACHT !!!

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