Durchschnittlich ein Atomtransport fährt wöchentlich durch die Region

Eine Anfrage der Grünen an die NRW-Landesregierung machte bereits im vergangenen Sommer die Zahlen öffentlich, denn alleine in 2018 waren 48 nuklearer Gefahrenzüge in Krefeld, Jülich oder Duisburg gestartet. Nun wollen die Kreis Grünen diese Atomtransporte stoppen und erhalten Unterstützung durch den BUND Stadt und Kreis Viersen.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Region – Sie starten in Krefeld, Duisburg oder Jülich und fahren dann quer durch Deutschland oder nach Belgien. 48 solcher nuklearer Gefahrentransporte waren es bereits 2018, wie aus einer Anfrage der Grünen an die NRW-Landesregierung hervorgeht. Die Züge haben meist Atommüll geladen, der unter anderem in der Medizintechnik anfällt. Transportiert werden Kleinstmengen ebenso wie fast 50 Tonnen. Seit 1985 bereits wird in Duisburg schwach- und mittelradioaktiver Atommüll verarbeitet, weshalb es zu Atommülltransporten von und nach Duisburg kommt.
Die Grünen hatten zu diesen Transporten bereits im vergangenen Jahr Sicherheitsbedenken geäußert, die Landesregierung verwies allerdings darauf, dass Atomtransporte nur genehmigt werden, wenn die Sicherheit gewährleistet ist.

Der BUND Stadt und Kreis Viersen unterstützt ausdrücklich die Initiative der Kreis Grünen, alle Atomtransporte, die über das Schienennetz der DB durch den Kreis Viersen fahren, sofort zu stoppen. „Weder der Kreis Viersen, noch die Landes- oder Bundesregierung können eine Garantie dafür abgeben, dass bei möglichen Unfällen während dieser Transporte im Kreis Viersen, entlang der Bahntrassen und innerhalb der Schadensbereiche, keine nachhaltigen Schäden entstehen“, so BUND-Vorsitzende Almut Grytzmann-Meister. „Weder für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger, noch für die Tiere und für die Natur und Umwelt. Es ist daher unverantwortlich von den Genehmigungsbehörden, dass sie derartige Gefahrentransporte weiter über die Schiene durch Städte, Dörfer und Landschaften schicken.“ Dass diese Transporte und die damit verbundenen Gefahren erst bei einer Anfrage öffentlich gemacht würden, sei ein weiteres Indiz dafür, „dass die Verantwortlichen fahrlässig mit der Gesundheit und mit dem Leben von Menschen, Tieren und Natur umgehen. Deshalb müssen von der Landes- und Bundesregierung diese Gefahren-Transporte sofort gestoppt werden, bevor durch sie irreparable Schäden entstehen können.“ (ea)

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