Ehrenring der Stadt Viersen an Hans-Willy Bouren verliehen

In einem feierlichen Moment hat die Stadt Viersen am Dienstag dem langjährigen Ratsmitglied und ehemaligem stellvertretenden Bürgermeister Hans-Willy Bouren als besondere Auszeichnung den mit drei Mispeln verzierten Ehrenring überreicht. Eine Zeremonie, die nicht nur von den Ratsmitgliedern aller Parteien, sondern ebenfalls von langjährigen Weggefährten aus Sport und Brauchtum begleitet wurde.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – In der Festhalle der Stadt Viersen kamen am Dienstagabend nicht nur die Ratsmitglieder zusammen, ebenfalls geladene Gäste nahmen Platz auf den Zuschauerrängen. Ein besonderer Moment krönte die hohe Auszeichnung, die dem 76-jährigen, bekannten Viersener Hans-Willy Bouren zuteilwerden sollte. Nach der Stadtplakette in Bronze, Silber und Gold reihte sich der ehemalige stellvertretende Bürgermeister in einen kleinen, besonderen Kreis als 13. Träger des Viersener Ehrenrings ein.

Dieser war erstmals 1975 an Franz-Josef Antwerpes vergeben worden, zuletzt durfte sich 2015 der ehemalige Bürgermeister Günter Thönnessen über den bedeutenden Handschmuck freuen. Von seiner Auszeichnung hatte der Viersener am Telefon erfahren, denn ihr geht die Anpassung des Rings, der nur zu besonderen Anlässen getragen wird, bei einem Juwelier voraus.

In einem feierlichen Moment hat die Stadt Viersen am Dienstag dem langjährigen Ratsmitglied und ehemaligem stellvertretenden Bürgermeister Hans-Willy Bouren die besondere Auszeichnung des Ehrenrings der Stadt überreicht. Foto: Rheinischer Spiegel

„Heute ist für mich ein ganz besonderer Tag. Nach mehr als 46 Jahren Ratszugehörigkeit, wurde mir heute, auf Beschluss des Rates, die höchste Auszeichnung verliehen, die die Stadt Viersen zu vergeben hat“, so der engagierte Politiker in seiner Rede. Der Vorschlag für diese Auszeichnung kam zudem aus einem anderen ‚politischen Lager‘, eingereicht hatte ihn Jochen Häntsch (SPD), der selbst an dieser Auszeichnung als Gast teilnahm. Umso erfreulicher zeigte sich Bouren: „Die Gelegenheit, so viele engagierte Menschen an einem Ort zusammen zu haben, die Sie mir in den nächsten Minuten das wichtigste und wertvollste schenken, was Sie haben – Ihre Zeit – ehrt mich sehr. Ich möchte diese Zeit daher nutzen und allen Mitstreitern, Freundinnen und Freunden danke zu sagen.“

Im Jahre 1975 wurde Bouren zum ersten Mal in den Rat der Stadt Viersen gewählt, zu diesem Zeitpunkt hatte Hans-Willi Gerke das Bürgermeisteramt inne. Seit dieser Zeit hatte er zudem für alle Anliegen in seinem Wahlkreis Helenabrunn/Untereberich immer ein offenes Ohr. Ab 1994 bis 2004 erfüllte der 76-Jährige das Amt des Ortsvorstehers des Stadtbezirks Viersen unter Bürgermeisterin Marina Hammes, hieran schlossen sich sechzehn Jahre als erster stellvertretender Bürgermeister an.

„Ich bin dankbar dafür, dass ich die Möglichkeit habe der Stadt, in der ich geboren wurde, als Ratsherr, stellvertretender Bürgermeister und heute als Ortsbürgermeister zu dienen. Die Entwicklung und Belange der Stadt lagen und liegen mir immer noch sehr am Herzen“, so Hans-Willy Bouren, der sich immer wieder gerne für die Brauchtumspflege, Kultur, Sport und vielen anderen Einrichtungen und generell für das Vereinsleben einsetzt. „Hier wird ehrenamtliche Arbeit in höchstem Maße geleistet, die mit Geld nicht aufzuwiegen ist – und eine Stadt alleine nicht leisten kann. Die Arbeit dieser Menschen ist unbezahlbar. Dies alles ist für eine lebens- und liebenswerte Stadt unverzichtbar, ja sie sind der Kitt in der heutigen Gesellschaft und für ein Zusammenleben unverzichtbar.“

„Heute ist für mich ein ganz besonderer Tag. Nach mehr als 46 Jahren Ratszugehörigkeit, wurde mir heute, auf Beschluss des Rates, die höchste Auszeichnung verliehen, die die Stadt Viersen zu vergeben hat“, so der engagierte Politiker in seiner Rede. Foto: Rheinischer Spiegel

Den Ehrenring, auf welchem drei Mispeln mit blauem Hintergrund, abgebildet sind, sah der Helenabrunner, der in diesem Ortsteil nicht nur geboren wurde, sondern seinen Lebensweg geplant hat, gleichsam stellvertretend für alle, die in den vergangenen Jahrzehnten mit dazu beigetragen haben. „Ich habe, egal welche meiner zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten es auch waren, dieses gerne und mit innerer Überzeugung gemacht“, berichtet der Ehrenvorsitzende des Vereins SV Blau-Weiß Concordia 07/24 Viersen e.V., der zuvor über drei Jahrzehnte hinweg Vorsitzender des Vereins Blau-Weiß Helenabrunn bis zur Fusion war.

Neben diversen Mitgliedschaften engagiert sich Bouren für die CDU im Kultur- und Partnerschaftsausschuss, im Hauptausschuss, natürlich im Sportausschuss sowie im Rechnungsprüfungsausschuss. „Es bringt ja auch etwas ein Ehrenamt zu haben“, lächelt Bouren. „Kein Geld, aber dafür Erlebnisse und viele Freundschaften. Man wird von Menschen anerkannt, in deren Leben man eine Rolle spielt. Das macht froh.“ Dafür müsse man sich und seine Zeit einsetzen, bereit sein dazuzulernen, Geduld haben, Herausforderungen annehmen. „Wer das einmal erlebt hat weiß, dass man dabei nicht nur einen Weg zu anderen findet, sondern auch zu sich selbst. Ein Ehrenamt kann mehr Leben ins Leben bringen.“ (nb)

Glückwünsche kamen nicht nur aus der eigenen CDU-Fraktion. Foto: Rheinischer Spiegel