Eier mit Speck 2018 – Starker Elektropunk mit MIA.

Bands mit einer starken Frontfrau sind in der deutschsprachigen Szene nicht mehr wegzudenken. Ein Konzept das aufging und aufgeht, wie die Berliner Elektropunkt-Band MIA. nicht nur schon vor 20 Jahren bewies, sondern auch als letzter Act des diesjährigen Eier mit Speck-Festivals.

Foto: Rheinischer Spiegel/mh

Viersen – Die Niederländer aus Zwolle, Blaas Of Glory, eröffneten den letzten Festivaltag. Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 haben sie sich schnell auf den Bühnen der Welt von Amsterdam über Barcelona, von London bis nach Hamburg und von Belgien bis nach Finnland mit ihrem Metalsound behauptet. Die ganze Welt headbangt zu ihrem Metal, der vom Glockenspiel und Sousafon erklingt. Als zweiter Act des Tages riss The Prosecution aus Abensberg mit ihrem Ska-Punk mit, bevor der Benjamin Button des Raps, Fatoni, mit Hip-Hop auf der Bühne begeisterte und die musikalische Abwechslung abrundete. Aus München angereist hat sich Fatoni mit dem im November 2015 erschienenen Fatoni & Dexter Album „Yo, Picasso“ (Platz#23 deutsche Albumcharts/ Platz #2 deutsche HipHopcharts) – an die Spitze der hiesigen Raplandschaft katapultiert.

Da hatte es Stone Broken nicht ganz so einfach im Anschluss. Die Hard-Rocker aus Wolverhampton/UK hatten die „Speckies“ trotzdem schnell überzeugt. Mit reinem, puren Hardrock brachten sie ihr Programm ungebrochen, straight und ohne Ironie auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Nach ihnen wurde langsam aber sicher der letzte Abend mit Mono & Nikitaman aus Düsseldorf und Linz eingeläutet. Im August 2018 erscheint das neue Reggae- und Dancehall-Album, bis dahin kommen die beiden nochmal aus dem Studio, um ein paar ausgewählte Festivals, wie hier in Viersen am Hohen Busch, zu spielen.

Ihren Platz auf der Bühne räumten sie für Kochkraft durch KMA aus Duisburg, die neue deutsche Kelle nach Viersen brachten, die Band Heisskalt war kurzfristig ausgefallen. Kochkraft durch KMA sind überall am Start und sind in den eigenen Reihen absolut aufgestellt, sind emsige Booker, Songwriter, Texter und kreative Produzenten. Während die aktuelle EP „Kommando Pappenheymer“ im Verlag „Kick The Flame“ released wird, wird bereits Material für den kommenden Longplayer gesammelt. Dem Abend die Krone setzte MIA. auf. Alles begann im Jahre 1997, als sich in Berlin eine Schülerband gründete und durchstartete. Nach einigen Namensänderungen nannte sie sich MIA., wohlgemerkt mit Punkt am Ende. Über die zwei Jahrzehnte hat MIA. zahllose Konzerte gegeben und immer wieder unter Beweis gestellt, dass die Band in nahezu jedem Rahmen und auch vor heterogenem Publikum live bestehen kann – Viersen machte da keine Ausnahme. (Alexander Engelbergs/Foto: Martin Häming)

Foto: Rheinischer Spiegel/mh