Eier mit Speck – eine positive Bilanz

Der Einsatz beim diesjährigen „Eier mit Speck“-Festivals am Hohen Busch in Viersen verlief aus polizeilicher Sicht weitestgehend friedlich.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Viersen – An allen Festivaltagen nahmen die Einsatzkräfte lediglich vier Strafanzeigen auf, unter anderem wegen Diebstahls und Körperverletzung. In acht Fällen mussten Festival Besucher zumindest vorübergehend in Gewahrsam genommen werden. Diese Maßnahmen waren unter anderem zur Verhinderung von Straftaten oder zur Durchsetzung des Hausrechts nötig geworden, das Ordnungsamt kämpfte dabei mit scharfem Blick gegen Wildpinkler und Wildraucher. Ebenfalls die rund 200 benötigten Hilfeleistungen durch das Deutsche Rote Kreuz, dass tagsüber rund dreißig Kräfte und in der Nacht zehn ehrenamtliche Kräfte einsetzte, lagen nicht über der Bilanz des Vorjahres.

Ein Schreck in den Abendstunden rief ebenfalls die Viersener Feuerwehr zum Hohen Busch. Ein Brand war neben dem Festivalgelände in der Nähe des Grillplatzes ausgebrochen. Die Brandstelle lag etwa 70 Meter außerhalb der umzäunten Jugendzeltwiese. Sie ist nur über einen Waldweg von der Bahnstrecke her erschlossen. Der Weg führt nicht zum Festivalgelände.

Die Feuerwehr war, aufgrund der Trockenheit, mit der Hauptwache Viersen, dem LZ Dülken und Viersen, dem Rettungsdienst, DLK und SW vor Ort. Die Arbeit für den Einsatz, der gut eine halbe Stunde dauerte, nahmen die Speckies den Einsatzkräften ab, die vorbildliches Verhalten zeigten und den Brand selber löschten.

Am Freitag gab es keine, am Samstag am Nachmittag drei Anrufe, sowie am Sonntag einen Meldung beim Lärmtelefon. Eine Beschwerde ging über den Facebook-Kanal der Stadt ein. Darüber hinaus gab es etwa eine Handvoll unmittelbare Rückmeldungen an den KOV auf dem Gelände. Mitarbeiter des Veranstalters und des KOV haben am Samstagnachmittag an den gemeldeten Stellen und darüber hinaus im Stadtgebiet diese Beschwerden überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass an einigen der Stellen gar keine Messungen des Eier-mit-Speck-Schalls möglich waren, da nichts zu hören war. An anderen Stellen lag die Lautstärke deutlich unter dem erlaubten Maß. Nicht zu klären war, ob die Veränderungen entweder auf einem Wechsel der Hauptwindrichtung beruhten oder ob möglicherweise andere Lärmquellen die Ursache der Belästigungen waren. Letzteres kann für einen Teil der Meldungen deshalb nicht ausgeschlossen werden, da Beschwerden zeitgleich aus unterschiedlichen Richtungen gemeldet wurden. Stadt und Veranstalter untersuchen alle eingehenden Meldungen und prüfen, ob gegebenenfalls durch weitere Maßnahmen die Beeinträchtigungen reduziert werden können. Die Beschallungsanlage wurde permanent überwacht, um Überschreitungen des zugelassenen Ausgangspegels zu verhindern. Allerdings gehört eine gewisse Geräuschentwicklung naturgemäß zu einer Veranstaltung dieser Art und Größe. (cs/Stadt Viersen)