Ein Ausflug in die närrische Geschichte – Museum der Dülkener Narrenakademie

Nach der Sanierung der #Dülkener #Narrenmühle kann auch das Museum der Narrenakademie wieder besichtigt werden. Ein ungewöhnlicher Besuch, denn wer hat schon mal wahrhaftigen Beamtenschweiß gesehen.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker und RS-Redakteur Leo Dillikrath

Viersen-Dülken – Nun steht sie also wieder an ihrem Platz, die Dülkener Narrenmühle. Nicht nur von außen ist sie hübsch anzusehen, in ihrem Inneren verbirgt sie neben einem besonderen Museum ebenfalls elf Geheimnisse.

Ursprünglich diente als Narrenmühle die nördlich der Stadt gelegene Tränkenmühle. Nachdem diese 1880 abbrannte, weshalb übrigens beim Dülkener St. Martinszug eine brennende Mühle die Hauptrolle spielt, erwarb die Stadt Dülken 1908 die im Süden vor dem Gladbacher Tor gelegene und 1809 errichtete Holtz’sche Kornwindmühle.

Ursprünglich diente als Narrenmühle die nördlich der Stadt gelegene Tränkenmühle. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Sechs Jahre später (1912) wurde die Mühle um 1,80 m angehoben und erhielt den heute noch vorhandenen Unterbau, in dem ein städtisches Museum seinen Platz fand. Zu besichtigen waren Exponate der Dülkener Narrenakademie und Sehenswürdigkeiten überseeischer Länder, die auf einer Schenkung des bekannten Dülkeners Heinrich Mostertz beruhten.

1936 übernahm die Verwaltung des Museums zunächst das Orpheum, ein Jahr später die Narrenakademie – daran hat sich bis heute nichts geändert, auch wenn während der Kriegsjahre eine Pause bis 1952 eingelegt werden musste. 2001 gründete sich der Förderverein der Narrenmühle Viersen-Dülken, der eine umfangreiche Sammlung an Dokumenten und eine Vielzahl von Kuriositäten zur Geschichte der Dülkener Narrenakademie mit elf Geheimnissen präsentiert. Ursprünglich waren es 12. Warum es nun nur noch 11 sind, bleibt ein Geheimnis. Somit also eigentlich 13, die in Wandvitrinen ausgestellt sind und vom düsteren Licht bis hin zum Zauber der Windmühle berichten.

1936 übernahm die Verwaltung des Museums zunächst das Orpheum, ein Jahr später die Narrenakademie – daran hat sich bis heute nichts geändert, auch wenn während der Kriegsjahre eine Pause bis 1952 eingelegt werden musste. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Im „ersten Stock“ befindet sich der „Große Weisheitssaal“, der ehemalige Mehlspeicher. Zur Eröffnung des akademischen Neujahres im April und vor Beginn des Ritts um die Mühle am 11.11. tagen hier die Senatoren.

Geöffnet ist das weltweit einmalige Museum in der Narrenmühle am Ernst-Hellmund-Platz 11 in Viersen-Dülken von Mai bis September jeweils sonntags von 11 – 12 Uhr. Zudem sind Besichtigungen ebenfalls außerhalb der Öffnungszeit nach Vereinbarung unter info@die-narrenmuehle.de möglich. (nb)

2001 gründete sich der Förderverein der Narrenmühle Viersen-Dülken, der eine umfangreiche Sammlung an Dokumenten und eine Vielzahl von Kuriositäten zur Geschichte der Dülkener Narrenakademie mit elf Geheimnissen präsentiert. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming