Ein Hauch von Magie beim beliebten Fauth Weihnachtsmärchen

Als Vorlage für das mittlerweile 41. Weihnachtsmärchen hatte sich die Tanzschule Fauth in diesem Jahr das 2005 erschienene Animationsabenteuer „Madagascar“ ausgesucht, in welchem es eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von verwöhnten Zootieren in die Wildnis und den Indischen Ozean verschlägt.

Viersen – Begeisterte Schülergruppen drücken ihre Nasen durch die Stäbe an den Gehegen im New Yorker Zoo. Die Tage wiederholen sich und es ist ein ruhiges Leben mit mehrfach täglichen Fütterungen. In dem langweiligen Alltag darf auch ein Zebra im Alter von zehn Jahren seine Midlife-Crisis ausleben und so wird dem im Zoo geborenen Marty schnell klar, dass es doch eigentlich noch mehr geben muss. An seiner Seite Zoo-Star Löwe Alex, die hypochondrische Giraffe Melman, die selbstbewusste Nilpferd-Dame Gloria und natürlich die Pinguine Skipper, Kowalski, Private und Rico die sich nach einem Ausbruch auf die meist unfreiwillige Reise in ihre ursprüngliche Heimat machen. Doch anstatt in der Antarktis oder Kenia landen die New Yorker Großstädter auf Madagascar und lernen, dass die Wildnis eben doch kein Zuckerschlecken ist.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Die Reise von New York nach Madagascar von rund 14.000 km haben die kleinen und großen Tänzer der Tanzschule Fauth beim 41. Weihnachtsmärchen in der vollbesetzten Festhalle direkt noch mit ein paar passenden musikalischen Untermalungen von „New York, New York“ über den „Gangnam Style“ bis hin zum Film-Hit „Move it“ in einer über dreistündigen Aufführung auf sich genommen. Über 400 Tänzer begeisterten und knüpften an an die Eiskönigin, die im letzten Jahr auf den Brettern, die die Welt bedeuten, aufgeführt wurde.

Moderne Tänze oder Hip-Hop mixten sich mit Ballett und klassischen Stücken, formten faszinierende tänzerische Bilder und gaben der Erzählung um Marty, eine Rolle die Simon Peeters perfekt auf den Leib geschneidert war, einen bunten Rahmen. So wurden Alex, hervorragend verkörpert von Lukas Gendig, Melman kunstvoll gespielt von Oli Stockschläger oder Wendy Seidler alias Gloria und ebenso glanzvoll wie das Original von Schmetterlingen, Matrosen, Fledermäusen oder weißen Löwen begleitet auf ihrer Reise zum Lemurenkönig King Julien, gespielt von Sanja Geraets, seinem treuen Berater Maurice alias Ivo Rupena oder dem Fußliebhaber Mort alias Luise Nilles. Nicht weniger grandios die Pinguine, die von Shirin Dehghan, Lara Jean Mika, Lena Münten und Edita Wimmer dargestellt wurden und die ebenso bewiesen, dass sie die Tanzschritte beherrschten wie die meist im Hintergrund unauffällig mitreisenden Schimpansen gespielt von Elisa Köhler und Christian Köhler.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Für die Idee und die Regie zeichneten sich verantwortlich Inge und Saskia Fauth mit Marvin Schröder, während Ministry of Light ein weiteres Mal bewies, dass das Unternehmen das Licht in der Festhalle perfekt im Griff hatte und dem Ton, durchweg kontrolliert von Maximilian Behnen, den i-Punkt aufsetzte. Fauth präsentierte erneut eine Tanzshow sondergleichen, die nicht nur für die Verantwortlichen und Darsteller eine Herausforderung war, sondern ebenfalls eine Show die in jedem Jahr die Zuschauer von Neuem überzeugt. Es ist nicht schwer zu erahnen, wie viel Herzblut und Leidenschaft in die vier Vorstellungen fließen. Von der Auswahl des Märchens bis hin zur fertigen Bühnenperformance vergehen so schnell mehrere Monate. Ein tänzerisches Highlight, dem mit dem guten Zweck, nämlich einer Spende im Eintrittspreis an das Bethanien Kinderdorf Schwalmtal-Waldniel, die Krone aufgesetzt wird. (dh)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming