Eine Fahrt mit der Bimmelbahn durch die Viersener Fußgängerzone

Bereits zum dritten Mal lockte das Weihnachtsgebimmel in die Innenstadt. Dabei wurde nicht nur an den fünf Haltestellen Weihnachtliches geboten. Problematisch zeigten sich dabei die großen Lücken zwischen den Hotspots. 
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – Der Arbeitskreis aus Citymanagement der Stadt Viersen, Werbering Viersen und Handel hatte sich für das dritte Weihnachtsgebimmel in der Fußgängerzone einiges einfallen lassen und so lockte ein facettenreiches Programm, bei dem der Schwerpunkt adventlich gestaltet auf dem Motto „Heimat shoppen zur Weihnachtszeit“ lag. Sechs Stunden lang tingelte dabei die Bimmelbahn meist gut gefüllt von einer Haltestelle zur nächsten, immer angeführt von einem Schaffner, der dem Gefährt den nötigen Platz verschaffte. Rund jede halbe Stunde wurden die verschiedenen Stopps angefahren und wer bereits morgens den Weg zur Hauptstraße fand, der konnte den Tag mit einer ökumenischen Marktandacht in der Kreuzkirche, einem gemeinsamen Eintopfessen und einer schmackhaften Waffel der Evangelischen Kindertagesstätte Arche Noah beginnen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Am Sparkassenvorplatz wartete in diesem Jahr ein kleines Dorf an Holzhütten auf die interessierten Besucher, die gerne an dem Angebot der evangelischen Kindertagesstätte Himmelszelt, dem Don-Bosco-Heim Viersen oder der Realschule an der Josefskirche vorbei schlenderten, und auch aus Süchteln und Dülken hatten Händler und Einrichtungen hier ihren Platz gefunden.
Wer von hier aus nicht die Bimmelbahn bestieg, sondern zu Fuß zur nächsten Haltestelle tingelte, der traf an der Viersener Kuhle auf die Bürgerinitiative „Wir für unsere Stadt“, die an diesem Tag gemeinsam mit zahlreichen Kindern aus Viersen den übergroßen Tannenbaum mit bunten Werken kleiner Künstler gestaltete.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Vom großen Weihnachtsbaum ging es weiter zu kleinen Weihnachtsbäumen an der Haltestelle beim Juwelier von Weidenfeld, wo die Möglichkeit bestand sein eigenes kleines Weihnachtsbäumchen ganz individuell zu schmücken und direkt mit nach Hause zu nehmen, wo bereits die ersten Klänge weihnachtlicher Musik der nächsten Haltestelle zu vernehmen waren. Auf der Tusch-Bühne an der Haltestelle der GMG erklang ein gemeinschaftlicher, adventlicher Chor und riss ebenso mit wie der Auftritt der Tanzschule Behneke oder die Musik von Plattenjockey Volkmar Hess, der an diesem Tag die Band Blue Moon sowie Fräulein Swing begleitete. Mittanzen war hier ein Muss und wer danach das Tanzfeeling mit zur nächsten Haltestelle im Rathausmarkt nahm, wo die Gemeinschafts-Grundschule Rahser und die Gemeinschaftsgrundschule Dülken die Besucher mit einem schulklassenübergreifenden Vor- und Mitsingprogramm begeisterten.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Abgerundet wurde das Weihnachtsgebimmel von den Angeboten der Händler vor Ort bis hin zum Remigiusplatz und wer nicht gerade die lebenden Engelchen im Schaufenster bewunderte, der lauschte den Klängen des Posaunenchors von Ramiz Imerov, des Gospelchors Sound of Spirit oder den Blechbläsern der Kreismusikschule. Bedauerlich waren die großen Lücken, die denen auffielen, die nicht die Bimmelbahn bestiegen, sondern den Tag für einen Spaziergang durch die Innenstadt nutzten. Seinen Ausklang fand das Weihnachtsgebimmel zwar bereits am Nachmittag, aber überall blieben die Besucher gerne stehen und Verweilten bei einem Glühwein, als die weihnachtliche Beleuchtung die Fußgängerzone erhellte, langsam Ruhe einkehrte und aus dem lebendigen Treiben gemeinsame Momente ganz im Sinne der adventlichen Zeit wurden. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming