Eine seltene Ehrung: Diamantener Meisterbrief für Willy Brockes aus Bracht

Eine seltene Ehrung wurde Willy Brockes aus Bracht jetzt zuteil: Er erhielt den Diamantenen Meisterbrief der Handwerkskammer Düsseldorf aus den Händen von Ingo Pawlowski, Obermeister der Maler- und Lackierinnung Niederrhein Krefeld-Viersen, und Marc Peters, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein.

Brüggen-Bracht – Der Diamant gilt als härtester Kristallstein, ist sehr wertvoll und betört mit seiner Schönheit nicht nur die Herzen der Frauen. Der französische Philosoph Voltaire schrieb: „Die Ehre ist ein Diamant, den die Tugend an ihrem Finger trägt.“ Kein Wunder also, dass sich Willy Brockes sehr über den Diamantenen Meisterbrief freute, den er 60 Jahre nach seiner bestandenen Meisterprüfung im Maler- und Lackiererhandwerk erhielt. Dennoch machte er kein großes Aufhebens um sein besonderes Jubiläum: „Ich habe einfach immer gerne gearbeitet.“

An der Wand hängt der Meisterbrief von 1959. 60 Jahre nach seiner Meisterprüfung erhielt Willy Brockes (Mitte) den Diamantenen Meisterbrief. Obermeister Ingo Pawlowski (rechts) und Marc Peters, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein, überreichten die Auszeichnung.
Foto: Kreishandwerkerschaft

Leicht war es damals nicht, als er im Lehrbetrieb von Peter Pouls begann, dem er bis zum Jahr 1970 treu blieb – als Auszubildender, Geselle und Meister. „Wir mussten die Farben selbst anrühren, und Tapeten gab es anfangs auch nicht“, erinnert sich der heute 86-Jährige. Trotzdem hat ihm die tägliche Arbeit in seinem Handwerk immer sehr viel Freude bereitet, ob es um die Verschönerungen von Kirchen oder Wohnungen ging. „Wir hatten immer unterschiedliche Kunden und unterschiedliche Aufgaben, das war sehr anspruchsvoll und sehr abwechslungsreich.“

Seine selbständige Meisterfirma an der Kahrstraße führte Brockes von 1970 bis 1995 mit großem Erfolg. Durch seine zuverlässige und sorgfältige Arbeit gewann er viele Kundinnen und Kunden aus Bracht und der Umgebung, sowohl Familien als auch Unternehmen und Pfarrgemeinden. Seine beiden Söhne gingen andere, aber nicht minder erfolgreiche berufliche Wege: Der ältere Sohn Hans-Willy lebt mit seiner Familie als Unternehmensberater in der Schweiz, Dietmar Brockes ist Abgeordneter im NRW-Landtag.

Die bisherigen Hobbies Wandern und Radfahren traten bei Willy Brockes und seiner Ehefrau Julia in den letzten Jahren aus gesundheitlichen Gründen ein wenig in den Hintergrund. Umso mehr freuen sich die beiden, wenn sie in ihrem Garten arbeiten können. Die grüne Oase ist mit ihren Blumen nicht nur was fürs Auge, sondern mit Möhren, Porree, Erbsen, Bohnen und Salat auch etwas für den Magen. „Wir bauen so viel an, wir können uns fast selbst versorgen“, scherzt Willy Brockes.

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.