Einmal kosten bitte! Das Restaurant Ilios verführt mit mediterranen Delikatessen

Aus der Reihe „Köstlichkeiten am Niederrhein“ stellt der Rheinische Spiegel nach dem Lockdown Restaurants aus der Region vor. Nach dem Vito’s in Nettetal, gaben pünktlich zur Öffnung der Innengastronomie Valentina Manologlou und ihr Mann Panagiotis Pitsikos in ihrem Viersener Restaurant Ilios einen Blick auf ihre Küchengeheimnisse frei.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Genussführer Niederrhein – Mit dem positiven Trend der Corona-Landesinzidenz in NRW und im Kreis Viersen ist seit Freitag kein negativer Schnelltest mehr nötig, um auch die Innengastronomie wieder genießen zu dürfen. Kein zögerliches Warten der Gäste, wie bei Lockerungen im vergangenen Jahr, erwartete deshalb die Gastronomen im Kreis, die sich über zahlreiche hungrige Besucher freuen konnten. Nicht anders verlief der erste Abend an der Viersener Petersstraße. Hier, im Restaurant Ilios, blieb kaum ein Tisch frei. Es empfiehlt sich daher bei einem Besuch vorab einen Tisch zu reservieren. Paare, Familien und Freunde nutzten die wiedererlangte Freiheit für einen genussvollen Abend mit den Köstlichkeiten der Gastronomin Valentina Manologlou, die gerade erst gemeinsam mit ihrem Mann ihr zehnjähriges Jubiläum in Viersen feiern konnte.

Als der Gruß aus der Küche mit Tsatsiki, Skoralia (einer Knoblauchpaste mit Kartoffelpüree) und Tirosalata mit frisch angeröstetem Brot gereicht wird, löscht der Weißwein „Ktima Gerovassiliou“ den ersten Durst, während die Sonne langsam untergeht. Foto: Rheinischer Spiegel

„Ich liebe die Vielfalt der Speisen und es macht mir große Freude diese Vielfalt meinen Gästen kredenzen zu können. Den Chefkochspielplatz auf unserer Karte, angefangen vom Ilios Teller bis hin zum Tigania, habe ich zusammengestellt, die Gewürze abgestimmt“, lächelt Valentina Manologlou und in ihren Augen sieht man die tiefe Liebe zur griechischen Küche aufflammen. „Dazu gehen wir aber bei allen Speisen auch auf Allergiker ein, denn bei uns ist alles frisch und so können wir Wünsche problemlos umsetzen.“ Die Auswahl zwischen Fisch und Fleisch fällt mir schwer, allerdings wächst mit den sommerlichen Temperaturen zunächst die Lust auf einen kühlen Weißwein sowie der einen oder anderen Spezialität aus dem Meer.
Als der Gruß aus der Küche mit Tsatsiki, Skoralia (einer Knoblauchpaste mit Kartoffelpüree) und Tirosalata mit frisch angeröstetem Brot gereicht wird, löscht der Weißwein „Ktima Gerovassiliou“ den ersten Durst, während die Sonne langsam untergeht.

Für die Vorspeise fällt die Auswahl auf die gebratenen Zucchini (5,00 Euro), das Taramas (4,00 Euro), den wunderbar rauchigen Auberginensalat (4,00 Euro), die Garides Saganaki in Feta-Tomatensauce (10,50 Euro) und den Oktopus vom Grill (12,00 Euro). Als sich der Tisch füllt, bin ich mir sicher, heute Abend werden wir uns „nach Hause kugeln“.

Die Garides Saganaki in Feta-Tomatensauce (10,50 Euro) gehören zu den Empfehlungen der Köstlichkeiten aus dem Meer. Foto: Rheinischer Spiegel

Neben den Vorspeisen spaltet sich die Speisekarte, neben einigen Nudel- und Salatgerichten, in Fisch und Fleisch auf. Vom Grill, der Pfanne oder aus dem Backofen. Geschmacklich findet sicherlich jeder eine passende Hauptspeise. Mein Mann hat den Tag über gefastet und spricht schelmisch hinter der Speisekarte hervorlauernd die Korfu-Platte (30 Euro) für zwei Personen an.

Nein, ich möchte etwas anderes wählen. Kein Problem hilft unser Kellner und verweist charmant auf die Gyros-Platte (14 Euro) für eine Person, als mein Gegenüber freudig nickend die Speisekarte zurückgibt, Während ich noch an dem angebotenen Rumpsteak mit Beilagen (18,50 Euro) festhänge, wird automatisch das benutzte Besteck getauscht und mit einem Bauernsalat als Zwischengang ergänzt. Ein Rumpsteak bei einem Griechen? Ein Vorurteil, wie sich später herausstellen soll.

Garides, Gavros, Calamari, Muscheln und gegrillter Oktopus. Ein kleiner Überblick über die abwechslungsreiche Speisekarte. Foto: Rheinischer Spiegel

Von Fisch auf Fleisch wechselnd, färbt sich der Wein rot mit einem Glas aus dem offenen Angebot. Der halbtrockene Rote aus Rhodos rundet die Fleischgerichte ab und überlagert sie mit seinem Bouquet nicht. Mein medium gegartes Hauptgericht zergeht auf der Zunge, längst höre ich nur noch ein zufriedenes „Grunzen“ von der anderen Seite des Tisches, während das Paar am Tisch nebenan bereits einen Ouzo als Absacker genießt. Bereits seit Jahren seien sie Stammgäste, berichten sie mir, während sie von dem hervorragenden Service und dem guten Essen schwärmen. Für die angebotene Nachspeise findet sich weder bei ihnen noch bei uns ein freies Plätzchen.

Frische Speisen nach original griechischen Rezepten sowie ein zuvorkommender Service, bei dem man sich willkommen fühlt, dafür steht das Ilios Team. Es ist nicht verwunderlich, dass an unserem Nachbartisch bald wieder neue Gäste Platz nehmen. (cs)

Restaurant Ilios
Petersstraße 35, 41747 Viersen
Tel. 02162 1068791 oder 0173 5844411, restaurant-ilios-viersen.de

Montag Ruhetag
Dienstag bis Donnerstag ab 17.00 Uhr
Freitag, Samstag, Sonntag und Feiertage 11.30 Uhr – 14.30 Uhr sowie ab 17.00 Uhr


Einmal kosten bitte! Zu Besuch im Vito’s Ristorante in Nettetal