Endprothesenregister: Süchtelner Orthopädie nimmt seit 2013 freiwillig teil

Hohe Qualität und größtmögliche Patientensicherheit hat sich die LVR-Klinik für Orthopädie Viersen seit je her auf die Fahnen geschrieben. So war auch die Beteiligung am bislang noch freiwilligen Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) eine Selbstverständlichkeit für das Süchtelner Endoprothetikzentrums.

Viersen-Süchteln – Das Endoprothesenregister Deutschland veröffentlicht zum dritten Mal seine Ergebnisse. Bisher beteiligten sich 706 Krankenhäuser an der Datenlieferung zu Knie- und Hüftgelenkoperationen. Schon seit sechs Jahren ist die LVR-Klinik für Orthopädie Viersen dabei.

„Die Beteiligung ist für die Qualität in der Endoprothetik immens wichtig. Durch die ermittelten Daten zu den Standzeiten im Bereich der Knie– und Hüftendoprothetik sind wir in der Lage, Komplikationen in Bezug auf die Implantate schnell zu erkennen und zu reagieren.“ sagt Jochen Neßler, Chefarzt und Leiter des seit 2013 zertifizierten Süchtelner Endoprothetikzentrums. So setzt die Klinik seit Jahren auf Kontinuität in der Wahl ihrer Implantate, denn nachweislich führen häufige Wechsel zu mehr Komplikation im Bereich der Endoprothetik.

Viele gute Bewertungen durch Patientinnen und Patienten, Krankenkassen und Einweiser haben bislang die gute Arbeit der Klinik bestätigt. „Dies alles geht nicht ohne unsere äußerst engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sagt Dorothee Enbergs, die Kaufmännische Direktorin der Orthopädie.

Auch spielt natürlich die Anzahl der durchgeführten Operationen und die dadurch gewonnene große Erfahrung der Operateure eine Rolle. Mehr als 1200 Endoprothesen an Hüfte und Knie werden jährlich im Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung eingebaut. Modernste Therapieverfahren spielen neben bewährten Methoden im Kompetenzzentrum am Niederrhein eine große Rolle. Der minimal-invasive Einsatz von Endoprothesen gehört zum Spektrum der Klinik sowie der Einsatz modernster computergesteuerter Navigationssysteme, insbesondere bei der Operation des Kniegelenkersatzes, mit denen höchste Präzision erreicht wird.

Die Freiwilligkeit der Teilnahme am EPRD soll auf kurz oder lang beendet werden, am 3. April 2019 hat das Bundeskabinett den Entwurf eines „Gesetzes zur Errichtung des Implantateregister Deutschland“ beschlossen. Ziel des Registers ist es, die Sicherheit und Qualität von Implantationen für gesetzlich und privat Versicherte zu verbessern. Deutschland folgt damit dem Beispiel anderer europäischer Länder wie Schweden oder Großbritannien, die teilweise schon vor Jahrzehnten verpflichtende nationale Register eingeführt haben.

Foto: LVR-Klinik für Orthopädie Viersen