Entensterben an der Niers: Hundebesitzer sollten jeglichen Kontakt ihrer Tiere mit Kadavern vermeiden

Nach dem Ergebnis, dass die Enten der Niers an Wildvogelbotulismus gestorben sind, erneuert der Kreis Viersen seinen Rat an Hundebesitzer, jeglichen Kontakt ihrer Tiere mit Kadavern oder erkrankten Tieren zu vermeiden. Tote Tiere müssen ordnungsgemäß an die Tierkörperbeseitigungsanstalt weitergeleitet werden.

Viersen-Süchteln/Grefrath – Die etwa 50 Stockenten, die auf der Niers nördlich von Grefrath gefunden wurden, sind an Wildvogelbotulismus gestorben. Dieses Ergebnis hat das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt aus Krefeld, dem Kreis Viersen mitgeteilt. Dort waren einige der toten Enten untersucht worden, bestätigte mittlerweile ebenfalls der Kreis Viersen.

Fest steht auch, dass die verendeten Stockenten zwar auf der Niers gefunden wurden, sich aber auf Nebengewässern mit dem Botulismus-Erreger (Clostridien) infiziert haben müssen. Der Niersverband hat die Wasserqualität der Niers geprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass sie nicht zu beanstanden ist.
Der Kreis Viersen rät Hundebesitzern, jeglichen Kontakt ihrer Tiere mit Kadavern oder erkrankten Tieren zu vermeiden.

Wer verstorbene Enten findet, sollte sie grundsätzlich nur mit Handschuhen anfassen. Sofern ein Hautkontakt stattgefunden hat, sollte auf die übliche Hygiene geachtet werden. Im Nachgang sollten Hände und alle Gegenstände, die mit den Tieren in Berührung gekommen sind, gereinigt und mit handelsüblichen Mitteln desinfiziert werden. Tote Tiere müssen ordnungsgemäß an die Tierkörperbeseitigungsanstalt weitergeleitet werden. Dazu sollte die Feuerwehr verständigt werden.

Foto: Notfelle Niederrhein