Entspannt schlendern über den Kempener Hubertusmarkt

Nach der Corona-bedingten Pause verwandelte sich die Kempener Altstadt am vergangenen Mittwoch wieder zu einem der größten Freiluft-Basare am Niederrhein. Das erwartete und eigentlich übliche Gedränge blieb allerdings aus.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Kempen – Mit stattlichen 2.700 Quadratmetern Standfläche und einem stolzen Alter von 577 Jahren zählt der Kempener Hubertusmarkt zu den ältesten und größten Krammärkten der Region. Bereits die Pest, den 30-jährigen und etliche Kriege, Besatzungen, Belagerungen und andere dunkle Zeiten der Geschichte haben die Märkte überstanden und nun auch die Corona-Situation. Viele, aber nicht zu viele Besucher nutzten in diesem Jahr die Möglichkeit wieder durch die Altstadt zu flanieren und so blieb der gewohnt große Ansturm aus.

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

Den Gästen, die sich nicht von den steigenden Infektionszahlen abschrecken ließen, boten bekannte und neue Händler ihre Waren an. So kehrten die Firmen Backhausen mit der Renuwell Möbelpflege und Dekoartikeln, Stahlwaren Bergweiler und Gewürze Dümeland zurück zur Ellenstraße an ihre bekannten Plätze. In sie reihten sich ebenfalls neue Händler ein, darunter Angelika Jarren, den Kempenern mit ihrem Elektrofachgeschäft seit Jahren ein Begriff ist oder der Belgier Gilbert Leenders mit einem großen Angebot aus Taschen, Koffern, Schlüsseletuis.

Unter den Händlern ebenfalls die genussvollen Produkte der historischen Senfmühle Monschau. Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

Auf einen Stand hatten die Kempener lange warten müssen, und nun endlich war auch die Edelfischräucherei der Firma Tönis aus Herten wieder zurück an der Burgstraße, der sich direkt gegenüber Erik Heinzelmann mit bunten Korbwaren und Kunstwerke aus Afrika präsentierte. Das Besondere an diesem Stand war, dass er seine Ware von kleinen Familienbetrieben in den Herkunftsländern bezieht, mit denen er persönlich in Kontakt steht und die er auch besucht. So ist sichergestellt, dass die Hersteller in Marokko und Madagaskar einen direkten und fairen Lohn für ihre kunstvolle Handarbeit bekommen.

Zu seinen Käuferinnen zählt Helene Witten, die eigentlich besonders früh gefahren war – vor dem großen Ansturm. Dass dieser ausbliebt störte zwar die Besucher nicht, die meisten Händler hätten sich nach der langen Pause über etwas mehr Fluktuation auf dem Markt gefreut, der in Gedenken an den Heiligen Hubertus von Lüttich bereits seit dem 15. Jahrhundert immer Anfang November gefeiert wird. (ea/opm Stadt Kempen)

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz