Erasmus bewegt sich – Spendenlauf digital

Schüler des Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasiums legten 22.000 km für den guten Zweck zurück.

Viersen – Ein Schuljahr im Ausnahmezustand endet. Ein Schuljahr, in dem die Schülerschaft und das Kollegium des Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasiums sich wie viele andere wieder nach Normalität sehnten – nicht nur nach Unterricht, sondern auch nach gemeinschaftlichen Sportwettbewerben, attraktiven Großveranstaltungen und den verschiedenen Austauschprogrammen.

In diesem Wunsch nach Aufbruch kam der Sportfachschaft des Erasmus die Idee: Sie wollte die Aktivität der Schülerschaft steigern und zugleich gemeinsam als Schulgemeinde anderen Menschen etwas Gutes tun. „Lange genug saßen alle vor dem Laptop, tägliche Bewegung fehlte genauso wie Treffen mit Freunden“, beschreibt Monika Niedzkowski, Lehrerin für Deutsch, Geschichte und Sport, die Idee hinter der Aktion „Erasmus bewegt sich“, der Pandemie die Stirn zu bieten. „Viele Veranstaltungen, in denen wir Geld für unsere Partnerschule in Togo oder das Medikamentenhilfswerk Aktion Medeor gesammelt haben, sind ausgefallen“, erklärt die Fachvorsitzende.

Um möglichst lange eine gemeinsame Bewegungszeit zu haben, machte sich die Schulgemeinde auf den Weg nach Togo und grüßte in „Zwischenstopps“ die anderen Partnerschulen mit Fotos von früheren, realen Austauschbegegnungen auf der Schulhomepage. So haben sich alle auf eine kilometermäßige und mentale Reise nach Polen, in die Niederlande, nach Frankreich, Spanien und über den Ozean in die USA begeben, um schließlich nach 22.220 km in sechs Wochen Bewegung Togo zu erreichen.
Die Bewegungsart konnte dabei selbst gewählt werden. Ob joggen, walken, Inliner, Skateboard oder Rad fahren, jeder konnte sich seine Lieblingsfortbewegungsart aussuchen. „Um den Überblick über den Kilometerstand zu behalten, haben wir den Moodle-Ordner „Erasmus bewegt sich“ online erstellt, in den jeder seine Tages- oder Wochenkilometer eintragen konnte“, erklärt Sportlehrer Franz Rost. Passend dazu überlegten sich die Schüler*innen einen freiwilligen Spendenbetrag für die zurückgelegten Kilometer.

Alle Beteiligten waren mit Ehrgeiz bei der Sache. Vor allem der Aspekt, sich wieder draußen gemeinsam zu bewegen, motivierte Jenny aus der 7d: „Ich walke jetzt regelmäßig mit meiner Freundin, und unser Hund kommt auch mit!“ Am Ende der Aktion „Erasmus bewegt sich“ konnte das Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium stolze 3.000 Euro an Katja Poxleitner-Beckers (AWA) für unsere Partnerschule in Togo überreichen. Bis zum Ende der Woche wurde für das Medikamentenhilfswerk Aktion Medeor dann noch weitergesammelt, so dass nochmals 700 Euro gespendet werden konnten. So kann die Schulgemeinde nicht nur sagen „Erasmus bewegt sich“, sondern auch „Erasmus bewegt was!“ (opm/paz)

Foto: M. Niedzkowski