Fußball: Eredivisie soll Mitte Juni wieder starten

In dieser Woche haben der niederländische Verband KNVB, Vertreter aller Eredivisie und Keuken Kampioen Divisie Clubs, sowie diverse Abgesandte behördlicher Einrichtungen über den weiteren Saisonverlauf in den heimischen Profiligen beraten. Daraus resultierte die Entscheidung, dass solange es im vorgegebenen Rahmen möglich ist, die aktuelle Saison 2019/20 zu Ende gespielt werden soll.

Fußball – Die Umsetzbarkeit hiervon wird durch die Landesregierung vorgegeben und der Ball soll auch erst dann wieder rollen, wenn dies als gesundheitlich unbedenklich eingestuft wird. Wichtig ist der Solidaritätsgedanke aller Clubs untereinander und die Suche nach der bestmöglichen Option, um gemeinschaftlich einen möglichst geringen finanziellen Schaden zu nehmen. Der Verband sieht sich in der Pflicht alle 34 Proficlubs durch diese Krise zu führen und die Saison zu Ende zu spielen. Hierbei sei man abhängig von den Empfehlungen und Richtlinien des Gesundheitsministeriums.

Es muss sichergestellt sein, dass im Vorfeld wieder individuell und dann schließlich auch als Mannschaft auf dem Platz trainiert werden kann. Aber auch die Vertragssituation der Profispieler müsste UEFA-weit über den 30.06.2020 hinaus ausgeweitet werden. Sollte die Situation es zulassen ist es das Streben am 19.06.2020 die Saison wieder aufzunehmen. Am 24.04.2020 wird hier vom niederländischen Gesundheitsministerium und der UEFA mehr Deutlichkeit erwartet. Ein Abbrechen der Saison mit den möglichen Folgen hiervon ist noch nicht konkret ausgearbeitet, da die dann vorliegenden Rahmenbedingungen noch nicht bekannt sind. „Es sind noch viele externe Faktoren offen, sowohl von der Regierung, der UEFA aber auch der FIFA. Unser Fokus liegt auf dem zu Ende spielen der Saison, wohlgleich wir um die Schwierigkeit dieses Szenarios wissen“, so ein Wortführer des KNVB.

Seit Beginn dieser Saison ist mit Tobias Pachonik (25) ein deutscher Rechtsverteidiger im Team des VVV-Venlo, den in seinem Heimatland nur absolute Branchenkenner auf dem Schirm hatten. Der explosive Abwehrspieler entstammt der Nachwuchsabteilung des 1.FC Nürnberg, landete über Stationen bei den Stuttgarter Kickers, sowie der zweiten Mannschaft des FC Schalke 04 schließlich beim italienischen Zweitligisten FC Carpi.

Tobias, stell dich doch kurz einmal vor.
Ich bin Tobi Pachonik und komme gebürtig aus Marktoberdorf, das ist eine kleine Stadt ganz im Süden, im wunderschönen Allgäu.

Beschreibe deine sportliche Entwicklung doch einmal, in Deutschland warst Du bisher noch nicht so im Fokus.
Ich denke ich habe in jeder meiner Stationen etwas mitnehmen können. Ich hatte überall schöne Momente, sowohl in Deutschland als auch in Italien.

Was waren die Highlights deiner bisherigen Karriere? Beziehungsweise an welche Momente erinnerst Du dich besonders gerne zurück?
Mein schönster Moment war sicherlich mein Profidebüt für den 1.FC Nürnberg in der 1. Bundesliga 2014. Auch mein erstes Profitor werde ich nie vergessen. Aber auch mein erstes Tor jetzt in der Eredivisie. Aber letztlich war es doch das Debüt, der Moment wo du den Schritt zum Ziel gehst. Dieser Moment wird mir immer in Erinnerung bleiben.

Wie kam dein Wechsel zum VVV-Venlo zustande?
Ich wollte unbedingt in einer ersten Liga spielen und habe dann vom Interesse von VVV gehört. Von Anfang an war ich begeistert vom Club und den Verantwortlichen und ich denke ich kann in dieser Liga hier noch sehr viel lernen. Es ist eine total andere Herangehensweise als in Italien zuvor. Es wird viel mehr Wert auf die Offensive gelegt und hierin kann ich mein Spiel verbessern. Es ist eine Möglichkeit gegen Ajax mit Ziyech oder auch PSV und Feyenoord zu spielen. Das sind alles Sachen die einen natürlich reizen.

Was war dein schönster Moment im Trikot des VVV-Venlo bisher?
Trotz der Niederlage war es das Tor gegen die PSV Eindhoven. Es kommt dann doch nicht so oft vor, dass ich treffe und dazu war es auch noch ein schönes Tor. Aber auch das Tägliche mit den Kollegen beim Verein. Es ist einfach schön bei VVV, der Teamspirit ist klasse und die gemeinsamen Erfolge machen unglaublich viel Spaß.

Was unterscheidet aus deiner Sicht die Eredivisie von der Bundesliga?
Ich denke der größte Unterscheid ist, dass in der Bundesliga die Taktik deutlich im Vordergrund steht. Kein Tor kassieren, den Platz taktisch komplett ausnutzen. In der Eredivisie geht es darum offensiven Fußball zu spielen. Das unterhält die Leute, es macht den Fußball hier sehr attraktiv. Es gibt selten Spiele die 0:0 ausgehen und so ist es für die Fans einfach unterhaltsam.

Was machst Du aktuell in der Trainingspause?
Aktuell versuche ich mich so gut es geht fit zu halten, mache Läufe, fahre Fahrrad. Versuche aber auch einmal zur Ruhe zu kommen, lese viele Bücher und lerne weiter fleißig Holländisch und schaue einfach, dass ich die Zeit nutze für Dinge, die sich sonst nicht so intensiv machen könnte. Nichtdestotrotz hoffe ich, dass die Saison schnell wieder beginnt. Der Fußball fehlt mir schon extrem.