Ereignisreicher Neustart bei den Dülkener Zupfern

Nach eineinhalb Jahren Lockdown ohne Proben, ohne Auftritte, mit kaum vereinsinternen Zusammentreffen wagte man im Dülkener Mandolinen-Orchester 1920 e.V. in diesem August den Neustart in das aktive Vereinsleben.

Viersen-Dülken – Alle Spielerinnen und Spieler sind geimpft und die Kirchengemeinde gab grünes Licht für die Nutzung des Pfarrsaals in St. Ulrich (unter Wahrung von Hygieneregeln) – gute Voraussetzungen also um sich wieder zu gemeinsamen Proben zu treffen. Zwar haben sich zwei Mitspieler und zwei Mitspielerinnen in dieser Zeit aus dem aktiven Vereinsleben zurückgezogen, jedoch durften die Aktiven auch einen neuen Gastspieler in ihren Reihen begrüßen.

Vergangene Woche folgte direkt der nächste Schritt: Das Nachholen der im Januar ausgefallenen Jahreshauptversammlung. Hierzu trafen sich 20 Mitglieder des Orchesters sowie ein Gastspieler im Probenraum. Die erste Vorsitzende Siglinde Zander eröffnete die Versammlung mit einem Rückblick auf die vergangenen eineinhalb Jahre mit vielen ausgefallenen Terminen. Einen wichtigen Termin durfte sie direkt nachholen: Für 60 aktive Jahre im Verein überreichte sie an Leo und Marianne Pannhausen, Willi Meels und Hans Glaeser die Urkunden des Bunds deutscher Zupfmusiker. Der fünfte Jubilar im Bunde, Matthias Janßen, konnte leider an der Versammlung nicht teilnehmen und erhielt daher seine Ehrung einige Tage später.

Pro Musica: Siglinde Zander, Dorothea Davis und Irmgard Feldges (v.l.) nahmen in Essen die Pro Musica-Plakette in Empfang. Foto: Verein

Ursprünglich geplant waren diese Auszeichnungen zum großen 100- jährigen Jubiläumskonzert im vergangenen Oktober. Das jedoch war wie auch die Orchesterreise in diesem Frühjahr und so vieles mehr der Pandemie zum Opfer gefallen. Die Wahlen in der Hauptversammlung ergaben einen Wechsel im Vorstand: Leo Pannhausen zog sich als zweiter Beisitzer aus dem Vorstand zurück. In sein Amt wurde die bisherige Kassiererin Irmgard Feldges gewählt. Neu in den Vorstand in das Kassenamt rückte Sabine Pastors nach. Auch in diesem Jahr wird es kein Herbstkonzert geben.

Es wird noch einige Proben mehr brauchen, bis die Finger wieder flink und gekonnt über das Instrument huschen und ein schönes Konzertprogramm gemeinsam einstudiert ist. Man plant allenfalls kleinere Auftritte in der Vorweihnachtszeit. Von einem weiteren freudigen Ereignis konnte die Vorsitzende berichten: Am 26.09. durften Siglinde Zander, Dirigentin Doro Davis sowie Archivarin Irmgard Feldges im RWE-Pavillon der Philharmonie Essen die höchste Auszeichnung für Laienorchester, die „Pro Musica-Plakette“ in Empfang nehmen gemeinsam mit einer von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichneten Urkunde. Anlass für diese Ehrung war das 100-jährige Bestehen des Orchesters. Als Trostpflaster für seine Fans hatte das Orchester in 2020 eine Jubiläums-CD zusammengestellt mit Aufnahmen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte. Diese ist erhältlich bei den Aktiven und im DülkenBüro. (opm)