Ermittler hatten „das richtige Näschen“

Wochenlange Ermittlungen der Polizei Mönchengladbach, die dadurch begannen, dass ein Kriminalbeamter im Zuge eines anderen Verfahrens aus einem Gebäude heraus Cannabisgeruch wahrnahm, endeten gestern mit dem Aufdecken einer Cannabisplantage und drei vorläufigen Festnahmen.

Fotos und Text: Polizei MG

Mönchengladbach – Die Ermittler waren am Dienstag, 17. November 2020, dienstlich im Bereich der Straße „Am Steinberg“ unterwegs, als einem der Beamten ein leichter Cannabisgeruch in die Nase wehte. Sie machten sich auf die Suche nach der Quelle. Diese endete vorläufig auf dem Dach, genauer an einem Schornstein, eines Hallenkomplexes auf der Klagenfurter Straße.

Zurück im Büro nahmen sie Ermittlungen auf, die den Verdacht des illegalen Cannabisanbaus soweit erhärteten, dass sie verdeckte Ermittlungen einleiteten. Während dieser gerieten ein 46-jähriger Mann, der eine der Hallen für seine Firma nutzt, sowie ein 70-Jähriger und ein 62-Jähriger in den konkreten Verdacht, dort den illegalen Anbau der Pflanzen zu betreiben.

Die Ermittler regten einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss an, den sie erhielten und am Mittwoch (20.01.21) vollstreckten. Neben der besagten Halle durchsuchten sie fünf weitere Objekte; darunter auch die Wohnungen der Tatverdächtigen. Sie nahmen alle drei vorläufig fest.

In der Halle auf der Klagenfurter Straße fanden die Polizistinnen und Polizisten nach einigem Aufwand eine Plantage. Sie war durch Regalaufbauten und Zwischenwände aufwändig versteckt. Insgesamt stellten sie 430 Cannabispflanzen sicher, die in voller Blüte und kurz vor der Ernte standen. Bei den weiteren Durchsuchungen wurden keine weiteren Pflanzen festgestellt. Ermittler stellten weiteres Beweismaterial sicher, deren Auswertung nun Teil der Ermittlungen ist.

Die drei Tatverdächtigen des illegalen Anbaus sowie Handels von Cannabis in nicht geringen Mengen wurden im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen mangels Haftgründen wieder entlassen. Die Ermittlungen dauern an. (cw)