Ersatzpflanzung von Bäumen im Stadtgebiet haben begonn

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städtischen Betriebe sind zurzeit im gesamten Stadtgebiet unterwegs und setzen neue Bäume. Schwerpunkt sind dabei Ersatzpflanzungen. Ausgewählt wurden dafür Baumarten, die auf die jeweiligen Standorte angepasst sind. Damit soll einerseits sichergestellt werden, dass die neuen Exemplare sich gut entwickeln. Andererseits werden ökologische Aspekte wie Bienenfreundlichkeit besonders berücksichtigt.

Viersen – Auf den Süchtelner Höhen und im Hohen Busch geht die Zahl der gesetzten und in nächster Zeit zu setzenden Jungbäume in die Zehntausende. Stürme, Trockenheit und nicht zuletzt der Borkenkäfer haben hier für herbe Verluste gesorgt. Eine neu entwickelte Mischung aus bewährten und neuen Sorten wird künftig das Bild im Wald bestimmen. Bis die Lücken nicht mehr erkennbar sind, werden aber noch viele Jahre vergehen.

Bei den Stadtbäumen sind die Zahlen nicht so hoch. Andererseits nehmen viel mehr Menschen wahr, dass auch hier Ersatz für ausgefallene Bäume geschaffen wird. Zudem sind die Bäume, die in der Stadt gesetzt werden, deutlich größer als die Jungpflanzen im Wald. Und: Die Auswahl der neuen Pflanzen will sorgfältig getroffen sein. Denn es sind nicht Trockenschäden der vergangenen Sommer, sondern auch Krankheiten, die die Neupflanzungen nötig machen.

Gerade im Stadtbereich sind die Ansprüche an Bäume hoch. Sie sollen nicht nur ins Stadtbild und zu den bereits stehenden Exemplaren passen. Sie müssen auch mit dem speziellen Standort und den Anforderungen des Klimawandels zurechtkommen. Und nicht zuletzt sollen sie nicht nur gut aussehen, sondern auch Lebensraum und Nahrungsquelle für Tiere und Element des Mikroklimas sein.

Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche und Oliver Lennackers von den Städtischen Betrieben zeigen einen der beiden nach Vandalismusschäden neu gesetzten Kugelahorne. Foto: Stadt Viersen

Allerdings sind es nicht nur Trockenheit und Krankheiten, die den Bäumen zu schaffen machen. Manchmal sind es unmittelbare menschliche Einflüsse. So zum Beispiel im Fall der zwei Kugelahorne, die jetzt im Robend am Nordkanal neu gesetzt wurden. Diese Bäume waren in der Nacht zum 1. Mai 2018 so stark beschädigt worden, dass sie nicht überlebten. Nachdem 2019 hier keine neuen Schäden auftraten, wurde jetzt nachgepflanzt. Leider werden immer wieder Bäume in dieser Nacht geschädigt. Besonders ärgerlich ist das deshalb, weil die Waldjugend in Zusammenarbeit mit der Stadt Maien auf den Süchtelner Höhen anbietet. Das kostet zwar eine kleine Spende und etwas mehr Mühe, ist aber wesentlicher nachhaltiger als das Abrupfen halber Bäume aus der Allee entlang des Nordkanals.

Die Spaziergängerinnen und Spaziergänger, die hier am Wasserbecken flanieren, können jetzt nicht nur die neu gesetzten Bäume ansehen, sondern auch eine neue Form der Pflanzung. Statt wie bisher durch einen kleinen Erdwall wird der Gießrand jetzt mit einer Kunststoffbegrenzung gestaltet. Das erinnert an wenig an Rasenkanten. Die neue Bauform ist dauerhafter als die gewohnte Gestaltung. Anders als die bisherige Methode leidet sie nicht unter Witterungseinflüssen oder Tieren und Menschen, die nahe an den Baum herantreten. Wenn sie ihren Dienst getan hat, kann sie außerdem einfach entfernt werden, ohne dass der Boden rund um den Baum neu eingeebnet werden muss.

Die beiden Kugelahorne am Nordkanal sind nur ein Teil der laufenden Neupflanzungen. Auf den Friedhöfen in Dülken, Süchteln und Löh sind jetzt Blasenbaum, Goldgleditschie, Apfeldorn, Kanadischer Judasbaum und Trompetenbaum neu gesetzt worden. Weitere Standorte für neue Bäume und Gehölze sind beispielsweise Schündelenhöfe mit 15 hochstämmigen Obstgehölzen oder der Kreisverkehr Josefsring. An der Regentenstraße werden vier Exemplare des zweigriffligen Weißdorns für Belebung sorgen.

Am Busbahnhof Dülken werden drei Tulpenbäume die durch Trockenheit geschädigten Bäume an diesem Standort ersetzen. Drei Ebereschen kommen an den Ostwall. Ein Schlafbaum und eine Blütenkirsche ergänzen das Bild im Bereich der Großtagespflege an der Mosterzstraße. Das Grün an der Gesamtschule im Rahser wird mit einem Trompetenbaum ergänzt.

Weitere Baumpflanzungen folgen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städtischen Betriebe legen Wert darauf, mit Ersatz- und Neupflanzungen den ökologischen Wert zu steigern. Darum wollen die Bäume sorgfältig ausgewählt werden. Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt der Arbeit darin, den gewachsenen Bestand zu pflegen und zu erhalten.