Erste Sitzung mit Übertragung – Testphase für das Viersener Rats-TV beginnt

Update: Rats-TV: Video überarbeitet – Aufzeichnung der öffentlichen Sitzung am 31. August 2021 wieder online

Die Aufzeichnung des öffentlichen Teils der Ratssitzung vom 31. August 2021 ist wieder online erreichbar. Interessierte finden sie jetzt unter https://www.youtube.com/watch?v=zHYh4Mo_VBY. Das Video musste wegen kleinerer technischer Probleme überarbeitet werden. Außerdem wurde die Wartezeit herausgeschnitten, die sich aus der längeren Dauer des nichtöffentlichen Teils ergeben hatte. Hier war nur eine Hinweistafel zu sehen.


Die Sitzung des Rates der Stadt Viersen am Dienstag, 31. August 2021, ist der Beginn der Testphase für ein Rats-TV. Die Beratungen des öffentlichen Teils werden live im Internet gestreamt. Anschließend stehen sie für sechs Monate zur Ansicht bereit.

Viersen – Zu sehen ist die Übertragung auf Youtube unter https://www.youtube.com/watch?v=HzvPVagaDdM. Über die Internetseite der Stadt, www.viersen.de, wird der Stream mit einem Klick erreichbar sein. Die Ratssitzung in der Festhalle beginnt um 18 Uhr mit einem nichtöffentlichen Teil. Der öffentliche Teil, der gestreamt wird, beginnt nicht vor 18:45 Uhr. Gezeigt werden nur die Redebeiträge von Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Sitzung, die einer Ausstrahlung ausdrücklich zugestimmt haben.

Die Übertragung endet mit dem Tagesordnungspunkt 11 „Verschiedenes“. Die anschließende Verleihung von Stadtplaketten und Verabschiedung von ehemaligen Ratsmitgliedern wird nicht im Internet zu sehen sein. Bis zum Jahresende soll das Rats-TV in einer Probephase laufen.

Übertragen und gespeichert werden neben dem Rat die Sitzungen des Schulausschusses. Anschließend werden die Erfahrungen ausgewertet. Danach will der Rat entscheiden, ob und in welcher Form künftig Rats- und Gremiensitzungen über das Internet übertragen werden.

Bereits um 17 Uhr findet im Forum am Rathausmarkt eine Sondersitzung des Ausschusses für Klima- und Umweltschutz, Land- und Forstwirtschaft statt. Einziger Tagesordnungspunkt dieser öffentlichen Sitzung ist der Zwischenstandsbericht der Verwaltung zur Fortschreibung des integrierten Klimaschutzkonzepts. Die Sitzungsunterlagen für die öffentlichen Teile stehen im Bürgerinformationsportal Ratsgremien transparent zur Ansicht und zum Herunterladen bereit. Außerdem sind interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer herzlich willkommen. Es gelten 3G-Regeln und Maskenpflicht im gesamten Gebäude außer am Sitzplatz. (opm/paz)

Foto: Rheinischer Spiegel

12 Kommentare

  1. Hier wird berichtet ….“Gezeigt werden nur die Redebeiträge von Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Sitzung, die einer Ausstrahlung ausdrücklich zugestimmt haben.“
    Dass ist nicht nachvollziehbar. Wer in die Politik geht,geht in die Öffentlichkeit. Dazu gehören heute neben TV-Kameras natürlich auch die anderen Medienkanäle. Wenn Politiker ihre Reden lieber im „intimen“ Kämmerlein halten,haben sie Demokratie nicht richtig verstanden. Sie sollten dann lieber aus der Politik verschwinden. Nur grosse Reden schwingen im Kreis der „Kumpels“, dass brauchen die Bürger nicht.
    Gerade Viersen täte mehr Öffentlichkeit in der Politik gut. Außerhalb des Wahlkampfes sieht und hört man ja von den Akteuren wenig bis nichts. Wenn die Bürger durch dieses RatsTV mehr an der Politik teilhaben und sich bequem zu Hause informieren können ,ist das nur zu begrüßen. Wie gesagt: wer dies im Rat nicht möchte,kann ja gerne sein Amt niederlegen.

  2. Soeben reingeschaut und entsetzt.🤬 Eine Unverschämtheit für jeden Zuschauer , Bürger, Wähler. Der Bildschirm ausgefüllt durch eine Amtstafel/Hinweistafel. Darin eingebettet ein Minibild mit dem Live-Programm in schlechter Qualität (trotz angeblicher 1080er Bildauflösung). Eine Gesamtansicht des Saales (wie ja z.B. bei Landtags-und Bundestagssitzungen völlig üblich und normal) wird nicht geboten. Kameraführung schlechter als im Laientheater. Wer so etwas anbietet teilt dem Zuschauer,dem Volk,den Wählern doch dadurch mit: wir haben keinen Bock auf so was.Deshalb brauchen wir auch keine Inspiration und geben uns auch keine Mühe hinsichtlich der Ausgestaltung dieser TV Darbietung. Das hier Dargebotene setzt damit die unendliche Geschichte einer völlig bräsigen, technisch veralteten,lustlosen und lieblosen Darstellung der Stadt Viersen im Internet fort. So sollte man das Rats-TV sofort wieder abschalten.

  3. Lieber Kollege Don Draper,
    Früher waren alle Sitzungen einfacher und auch teils was lustiger. Heute sind die meisten Sitzungen nur noch Dramen. Alle sehen nur auf Rechner und früher hatte man Akten.
    Fast alle Politiker waren oder sind an lesen.
    Warum die Informationen hatten sie Wochen schon Zuhause und normalerweise müsste jeder Bescheid wissen, aber das ist nicht der Fall, denn oft in der Entscheidungsphase wird noch gelesen und man schielt links und rechts und dann tut man den Finger hoch oder nicht und hat ohne großes Wissen Entschieden.
    Das ist die heutige Politik die uns zugrunde Stürzt.
    Dramen sind Verständlicher als Politische Sitzungen für Zuschauer.
    Würde man da Eintritt verlangen, hätten die Hausmeister keine Arbeit mehr, denn Zuschauer würden dieses meiden, so brauchte man nicht die Sitzungssäle für Zuschauer Einstuhlen.

  4. Finde den Lach-Brüll-Smiley hier leider nicht. Leute kauft keine Theaterkarten, im Viersener Stadtrat ist Lachen garantiert……….kostenlos!!

  5. Ist das eine schlechte Aufzeichnung. Das kann mittlerweile jedes Kleinkind mit Handy besser. Und ist unsere Bürgermeisterin wirklich so grotten schlecht? Da wundert mich in Viersen langsam nichts mehr.

  6. Seit dieser Aufzeichnung weiß ich zumindest, warum es in Viersen nicht weitergeht. Politiker, die sich nicht zeigen, obwohl sie für die Bürger da sein sollten und von ihnen gewählt wurden. Eine BM, die an drei Meter Feldweg erinnert und mindestens eine Kandidatin für den Bundestag (Linke), die es hoffentlich auf gar keinen Fall schafft nach diesem Auftritt im Stadtrat.

  7. @ Michaela, Niederrheiner,Nike und Redaktion des RS
    Schön, dass ihr es genauso wertet. Lassen wir mal die Inhalte beiseite und bleiben bei 2 Punkten:
    1.) wie schon erwähnt kann und darf es nicht sein, dass sich hier Ratsmitglieder gegen eine Übertragung ihrer Beiträge aussprechen. Politik und Medien sind nun mal untrennbar verbunden. Ein „verstecken“ vor der Öffentlichkeit/dem Wähler geht da gar nicht.
    2.) Man muss hier auch mal nachfragen, wer für diese miserable Übertragung verantwortlich ist? Sicher doch zu allererst mal die Bürgermeisterin als Leiterin der Verwaltung. Diese erste Übertragung einer Ratssitzung aus Viersen war ja quasi ein historisches Ereignis. Da ist es doch meine Aufgabe als Chef einer Firma oder eben als Chefin einer Stadtverwaltung, sich vor der Ausstrahlung einmal das Konzept anzuschauen. Gerne auch zusammen mit den Fraktionsvorsitzenden. Wäre dies geschehen, kann ich mir nicht vorstellen, dass es so abgelaufen wäre, wie es abgelaufen ist. Denn wie hier in anderen Beiträgen richtig erwähnt: mit jedem Handy oder einer aktuellen Videokamera kann ich mittlerweile sogar in UHD/4K aufnehmen/übertragen. Hier noch ein Bonmot: habe mal Bekannte aus NRW gebeten, sich das auch mal anzuschauen. Alle Kommentare kann ich hier nicht wiedergeben, dann werde ich zensiert. Aber Tenor war allgemein: Was hast du denn von der Politik in deinem Kaff anders erwartet?
    @ RS: Diese Übertragung war ja nun ganz neu, quasi historisch. Es wäre schön gewesen, wenn ihr das als Presse weiter begleitet und nach der Veranstaltung auch mal in einem Artikel kommentiert hättet.
    Ihr dürft und solltet neben dem Sammeln und der Veröffentlichung von Artikeln aus anderen Presseorgangen gerne hier mehr Eigenbeiträge und Meinungen als RS-Redaktion aus unserer Stadt veröffentlichen. Eine (meinungs-) starke örtliche Presse fehlt hier nämlich noch. RP und WZ mit ihren Lokalredaktionen sind zu langsam, zu oberflächlich und haben auch kein Interesse daran, Themen über lange Zeit zu begleiten, zu recherchieren und fortlaufend darüber zu berichten. Habt Mut. Hier ist eine Lücke, welche es zu füllen gibt. Für unsere Bürger und für unsere Stadt 😉

    1. Hallo Herr Draper, jetzt muss ich wenigstens eine Lanze für den Rheinischen Spiegel brechen. Ich habe nämlich im Frühjahr eine der Redakteurinnen getroffen und sie erzählte mir, das sie das alle neben und nach der eigentlichen Arbeit machen. Eine supertolel Sache und das finde ich klasse. Das sie dann nicht überall sein können verstehe ich gut. Das Mädel war geschätzte 26, studiert Journalistik und sagte das alle die für diese Zeitung schreiben das machen weil sie wollen das jeder Zugang zu Nachrichten hat, ohne Kosten. Es gibt ja sonst nur RP und WZ als totales Bezahlblatt und teilweise meiner Meinung nach zusehr politisch eingefärbt in Viersen. Deshalb : Danke für eure Arbeit liebes Redaktionsteam. Ich bin und bleibe euer täglicher Leser.

    2. Ja, jeder hat so sein „Handicap“, unseres ist die recht kleine Redaktion, die zudem tatsächlich alles neben der Arbeit im Medienbereich, Studium und natürlich Familie stemmt. Zu wenig Zeit, zu viele Themen, über die berichtet sein will.

      1. Das muss man natürlich wissen. Unter diesen Umständen ist das Geleistete dann natürlich anders zu bewerten. Also Respekt und meine hochachtungsvolle Wertschätzung.
        Ich grüsse mit einem Zitat:
        „Um Wissen zu erlangen, füge täglich etwas hinzu. Um Weisheit zu erlangen, nimm täglich etwas weg.“

        – Laozi | Lao Tzu
        🙋🤗💐💐😉

        1. Wenn man bedenkt, dass es hier eine Gruppe Jungjournalisten mit der „allherrschaftlichen“ RP so mal nebenbei aufnimmt, eine starke Leistung.

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