„Es geht darum die Sorgen und Ängste der Menschen aufzunehmen und deren Probleme zu lösen.“

Die CDU Viersen will anpacken um Viersen fit für die Zukunft zu machen. Will die Sorgen und Ängste der Viersener aufnehmen. Vorsitzender Sebastian Achten lud beim Neujahrsempfang der CDU Viersen zum gemeinsamen Miteinander und Mitwirken ein um dem gedanklichen Stillstand entgegenzuwirken.  

Viersen – Die Sitzplätze und Stehtische im Rahser-Veranstaltungsraum waren schnell besetzt beim diesjährigen Neujahrsempfang der CDU Viersen. Nur noch wenig Platz war, denn zahlreiche Interessierte ganz unterschiedlicher Altersstufen und viele ohne sowie einige sogar mit anderem Parteibuch hatten ihren Weg in das Restaurant Rahserhof gefunden, darunter ebenfalls Politiker aus dem Kreis Viersen, Land- und Bundestag.

Kämpferisch gab sich Vorsitzender Sebastian Achten in seiner Rede, in der er zunächst auf die vergangenen Wahlerfolge hinwies, dann allerdings schnell auf die so wichtige Arbeit für die Zukunft in Viersen schwenkte die im Mittelpunkt seiner Rede stand. Angetreten sei er nicht um das Bestehende zu verwalten, sondern um neue Akzente zu setzen und konstruktiv am politischen Geschehen mitzuwirken. „Die Ablehnung des Haushaltes hat deutlich gemacht, dass wir nicht zu allem ‚Ja‘ und ‚Amen‘ sagen“, so Achten (25). „Sondern, dass wir eine eigene Vorstellung von der Zukunft unserer Stadt haben und diese heißt nicht gedanklicher Stillstand.“ Dass sich die CDU mit der Ablehnung des Haushaltes und mit ihrer Kritik an der Verwaltung nicht nur Freunde machen würde, das war Sebastian Achten klar. Kritik die er gerne in Kauf nehmen würde um weitere Möglichkeiten zu schaffen. Diffamierend gelagerte Leserbriefe hielten die CDU auch in Zukunft nicht davon ab ihre Meinung frei zu äußern. Schließlich hätte der Erfolg des gemeinsamen Antrages mit den Grünen zum Schritt aus der Haushaltssicherung gezeigt, dass dieser Schritt richtig und wichtig gewesen sei. Nun gelte es den Weg aus dem Haushaltssicherungskonzept gemeinsam zu gehen zum Wohle der Stadt Viersen.

Ganz klar gegen die Streichung der Stelle des Sozialdezernenten stellte sich Sebastian Achten, denn diese Stelle sei weit mehr als eine reine Verwaltungsstelle. „Hier wird im vernetzen Denken und Handeln Stadtentwicklung betrieben“, führte Achten in seiner Rede weiter aus. „Der Sozialdezernent führt das größte Dezernat in dieser Stadt, in denen Themen wie Schule, Jugend, Sport, Wohnraumförderung und das Sozialwesen im Allgemeinen behandelt werden.“ Hierbei ginge es darum die Zukunft zu gestalten für eine sich ändernde Stadtgesellschaft. „Dass ausgerechnet SPD und Linke sich für die Streichung einer solchen Stelle einsetzen, können wir nicht nachvollziehen. Das Viersen der Zukunft benötigt eine funktionierende Hardware und eine funktionierende Software. Wir wollen Gestaltung, nicht nur Verwaltung. Eine Streichung dieser Stelle wird die CDU Viersen nicht unterstützen.“ Wirtschaft, Ausbildung, Stadtentwicklung, Regiobahn und Digitalisierung benannte Achten als Ausblick der kommenden Themen, sieht auf diesen Feldern dringenden Handlungsbedarf um Viersen fit für die Zukunft zu machen. Gerade mit Blick auf den kommunalen Wettbewerb will die CDU das Kirchturmdenken nicht zulassen, Partner im Kreis finden, mit denen gemeinsam eine starke Region geschaffen werden kann um Arbeitsplätze zu sichern und auszubauen, Wirtschaftsentwicklung voranzutreiben oder Gesundheitsfragen gemeinsam anzugehen.

„Mit Blick auf die Zukunft und ihre vielfältigen Herausforderungen sind wir Christdemokraten in Viersen mehr denn je gefordert die CDU als Stabilisator in einem sich immer schneller drehenden Alltag zu verankern“, schloss Achten seine Rede. „Es geht darum die Sorgen und Ängste der Menschen aufzunehmen und deren Probleme zu lösen. Bei uns sind alle zum Mitwirken eingeladen.“ Eine Rede, für die der erst im letzten Jahr gewählte Vorsitzende viel Zuspruch erhielt, der an diesem Tag nicht der einzige Redner war. Ebenfalls Uwe Schummer (MdB) und Landrat Dr. Andreas Coenen gaben einen Ausblick auf aktuelle Entwicklungen auf Kreis- und Bundesebene, wobei die Neuigkeit, dass der Kreis neben dem geplanten Stadtarchiv eine neue Förderschule in Dülken bis 2021/2022 bauen will von den Anwesenden mit viel Beifall begleitet wurde. So löst sich das Problem der zweiten Primusschule in Viersen auf, wofür die Stadtverwaltung ursprünglich die Realschule in Viersen auslaufen lassen wollte.(cs)

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