„Es gibt viel für Sie zu tun“: Kfz-Innung Kreis Viersen sprach Mechatroniker los

Mit der traditionellen Lossprechungsformel sind 37 ehemalige Auszubildende des Kfz-Gewerbes im Kreis Viersen in den Gesellenstand erhoben worden.

Kreis Viersen – Ihre Prüfungszeugnisse und Gesellenbriefe als Kfz-Mechatroniker nahmen sie bei der Lossprechungsfeier der Kfz-Innung Kreis Viersen in der Willicher Brauerei Schmitz-Mönk von Obermeister Richard Tendyck und Marc Peters, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein, entgegen.

Tendyck gratulierte den frischgebackenen Gesellen und dankte den Eltern und Familien, den ausbildenden Betrieben, sowie den Lehrern und Ausbildern für ihr Engagement. „Die Betriebe brauchen Nachwuchs, deshalb nimmt die Innung die Ausbildung sehr ernst. In den vergangenen fünf Jahren haben rund 250 Lehrlinge die Prüfungen erfolgreich abgelegt“, sagte der Obermeister. Und: „Weiterbildung ist möglich und nötig. Nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten.

Obermeister Richard Tendyck (2.v.r.) sprach in Willich die jungen Kfz-Mechatroniker los, Marc Peters (r.), Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein, hielt die Festrede.
Foto: Kreishandwerkerschaft

Hauptgeschäftsführer Marc Peters stellte in seiner Festrede kurz die Kreishandwerkerschaft Niederrhein vor. „Die Kreishandwerkerschaft ist der Zusammenschluss aller Handwerks-Innungen einer Region. Die Kfz-Innung Kreis Viersen ist eine von 41 Innungen, die die Kreishandwerkerschaft Niederrhein bilden.“ Diese vertritt die Interessen von rund 14.500 Betrieben in der Stadt Krefeld, im Kreis Viersen und im Rhein-Kreis Neuss. Die Betriebe beschäftigen rund 50.000 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Gesamtumsatz von etwa 5,3 Milliarden Euro. Ständig werden 3.750 junge Menschen im Handwerk der Region ausgebildet.

Zu den jungen Gesellen sagte der Hauptgeschäftsführer: „Sie haben etwas Tolles geschafft. Sie haben dreieinhalb Jahre gelernt und im Rahmen Ihrer Prüfung gezeigt, dass Sie in der Lage sind, das Gelernte erfolgreich umzusetzen.“ Nach einem Rückblick in die Historie rund um das Auto blickte Marc Peters nach vorne: „Ich bin mir sicher, dass in den kommenden Jahren auch andere alternative Antriebssysteme, zum Beispiel mittels Brennstoffzellen, vorangetrieben werden. Das autonome Fahren etwa wird einen höheren Stellenwert einnehmen. Das alles zeigt: Es gibt in Zukunft viel für Sie zu tun.“

Besonders ausgezeichnet als Jahrgangsbester wurde Maurice Schläger, der seine Ausbildung bei der NEW mobil und aktiv Viersen GmbH absolviert hat. „Ich habe meinen Wunschberuf gefunden. Als Schüler habe ich ein Praktikum in einer Kfz-Werkstatt gemacht, nach der Schule habe ich den Ausbildungsplatz bekommen“, erzählte der 20-Jährige. Jetzt konnte er als Geselle bei Manthey-Racing anfangen. Manthey-Racing ist die Firma eines deutschen Motorsportteams und das laut Internet weltweit erfolgreichste Porsche-Rennteam. Das in Meuspath nahe der Nordschleife des Nürburgrings ansässige Unternehmen betreibt auch Fahrzeug-Tuning. „Ich will erst einmal schauen, wie es dort ist. Später will ich meinen Meister machen“, sagte Maurice Schläger. Das halten auch andere der neuen Gesellen so – allerdings nicht alle: Einige sind bereits an der Meisterschule in Düsseldorf angemeldet.

Verabschiedet von seinen langjährigen Weggefährten hat sich bei der Lossprechungsfeier Engelbert Hillen. Der Abteilungsleiter Technik des Rhein-Maas-Berufskollegs in Kempen geht im Sommer in den Ruhestand.