Es tut sich was am Hohen Busch: Hubschrauberlandeplatz statt Steinlabyrinth?

Nachdem das Steinlabyrinth, welches den Mittelpunkt der Gesamtstadt darstellt, nicht den erhofften touristischen Erfolg erzielt habe, liegen nun erste Planungen für einen Hubschrauberlandeplatz vor. Umfragen hätten ergeben, dass Hubschrauberflüge wesentlich mehr Aufmerksamkeit erregen würden, so die Mitglieder des Planungsausschusses.

Viersen – Zu einem Verkehrs- bzw. Sonderlandeplatz soll der Bereich des Steinlabyrinths am Hohen Busch und das nähere Umfeld umgestaltet werden, geht es nach den ersten Planungen, die nun öffentlich wurden. Diese beruhen auf einer neuen Marketingstrategie für die Mispelstadt, die von einem namhaften Unternehmen aus dem Ruhrgebiet erarbeitet wurde. Das Gutachten hatte in den Vorbesprechungen für herbe Kritik gesorgt, da die Kosten von mehreren zehntausend Euro nicht im Haushaltsplan zur Verfügung standen und nun an anderer Stelle gespart werden muss.

„Mit dem neuen Hubschrauberlandeplatz soll eine Genehmigung nach der Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung in Verbindung mit § 17 Luftverkehrsgesetz angestrebt werden“, heißt in den der Redaktion vorliegenden Planungsunterlagen. Ein Sonderlandeplatz soll es auf jeden Fall werden, Ziel ist allerdings ein Verkehrslandeplatz, von denen es in Deutschland nur rund 160 Stück gäbe. Dieser wäre dann zu festgelegten Zeiten für den allgemeinen Luftfahrtverkehr geöffnet. Zwar könne man mit dieser Marketingstrategie nicht mit dem Flugplatz Kempten-Durach konkurrieren, der mit 713 Metern über Normalnull der höchstgelegene Verkehrslandeplatz in Deutschland ist oder dem Flugplatz Wasserkuppe, der als Sonderlandeplatz auf 901 Metern über Normalnull liegt. Dennoch habe eine Statistik ergeben, dass gerade in Viersen Hubschrauberflüge eine große Aufmerksamkeit vor allen Dingen in den sozialen Netzwerken erzielten. Diese wollen die Verantwortlichen nun nutzen um das touristische Angebot am Hohen Busch nochmals aufzustocken.

Die Pläne für eine von Hundebesitzern gewünschte eingezäunte Hundewiese mussten daher den aktuellen Umständen weichen und ebenfalls das Steinlabyrinth würde aus Platzmangel den Umbauarbeiten zum Opfer fallen.
Für den Bau und die Inbetriebhaltung des Hubschrauberlandeplatzes wird nun intensiv ein Investor gesucht, der Planungsausschuss würde diesem zudem einen Hubschrauber stellen und nächtliche Rundflüge nach 24 Uhr erlauben. Erste Kaufangebote der zurzeit über 700 zugelassenen Hubschrauber in Deutschland würde es bereits geben, ebenfalls über den Kauf einer Maschine der Bundeswehr wird zurzeit entschieden. Diese sortiere nach gut informierten Quellen zurzeit einige Maschinen aus, wie unserer Redaktion versichert würde. (S. A. Tire/Pocke/dt)

Nächtliche Hubschrauberflüge könnten bald das Stadtbild prägen und gleichzeitig Werbeflächen für Investoren bieten. Fotocollage: Rheinischer Spiegel

RS-Redakteur Dietmar Thelen schrieb bereits während des Studiums Satiren für die Uni-Zeitung. Seine Leidenschaft galt von seinen Jugendjahren an dem amerikanischen Mad-Magazin, welches seit seinem Gründungsjahr 1952 über Politik, Gesellschaft, Film und Fernsehen auf seine ganz eigene Weise berichtet. Seit Anfang 2017 ist er fester Redakteur des Rheinischen Spiegels, betreut hier unter anderem das 2018 gegründete hauseigene Satiremagazin „Pocke“ und schlägt damit einen Bogen zurück zu seinen journalistischen, satirischen Anfängen.

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