Evangelischer Kirchenkreis Krefeld-Viersen: Gottesdienste in Kirchen wären ganz anders als gewohnt

„Dass Gottesdienste bald wieder gefeiert werden können ist eine gute Nachricht“, schreibt Superintendentin Dr. Barbara Schwahn in ihrem aktuellen Brief an die 25 Gemeinden im Evangelischen Kirchenkreis Krefeld-Viersen. „Gleichwohl braucht es noch die Verständigung über die Rahmenbedingungen, sowohl staatlicherseits als auch kirchenintern.“

Krefeld/Kreis Viersen – Deshalb bittet die Superintendentin, mit der Ankündigung von Präsenz-Gottesdiensten abzuwarten, bis es mehr Informationen über die Randbedingungen gibt. „Selbst wenn wir ab Mai wieder die Möglichkeit haben, in unseren Kirchen gemeinsam Gottesdienste zu feiern“, meint Schwahn, „werden diese womöglich sehr anders ablaufen müssen, als wir es gewohnt sind.“ Das bedeutet beispielsweise mit ausreichend Abstand, ohne gemeinsames Singen, ohne freundlichen Händedruck und Kirchenkaffee.

Was in den einzelnen Kirchengebäuden zu tun wäre, damit Gottesdienste stattfinden können, können die Presbyterien der Gemeinden selbstverständlich bereits jetzt überlegen. Die Leitungsorgane der Gemeinden sind frei in ihrer Entscheidung, unmittelbar mit Präsenzgottesdiensten beginnen so bald es wieder möglich ist. Oder ob sie noch eine Zeit lang die anderen entwickelten Formate praktizieren oder beides nebeneinander. Formate, die Gemeinden in den vergangenen Wochen entwickelten, sind beispielsweise Video-Gottesdienste, Sonntagsandachten auf der Homepage, per Mail und persönlich (per Hausbriefkasten), Kirche to-go, Video-, Audio- und Telefon-Andachten, Video-Chats und Meditationen, Musik zum Mitsingen und Hören. Die Einführung von Pfarrer Falk Schöller heute nachmittag in der Alten Kirche in Krefeld in die City-Kirchen-Pfarrstelle ist ein Beispiel für eine Kombination zwischen Präsenzgottesdienst und Video auf YouTube.

Superintendentin Schwahn bittet die Gemeinden bei ihren Beratungen zu berücksichtigen, dass nicht nur die Ansteckung mit dem Virus verhindert werden muss. „Sie sollten sich auch fragen“, so Schwahn, „ob der Gottesdienst, wie er bei Ihnen möglich wäre, eine gottesdienstliche Feier ist, wie Sie es sich wünschen mit der Erfahrung von Gemeinschaft und Spiritualität.“ Oder ob die Gemeinden in den vergangenen Wochen andere überzeugende Formen gefunden haben, zusammen zu singen und zu beten oder gar Abendmahl zu feiern.