Ex-Prinzessin Niersia Martina erhielt silbernen Hofnarren

Im Jahre 2001 hatte Ralf Winkels die grandiose Idee, diesen Hofnarren zu kreieren. Ihm war aufgefallen, dass die Prinzessin bei der Vergabe eines besonderen Ordens, der Prinz bekommt den Großorden des MKV, leer ausgeht. Also entwarf Winkels den „Hofnarren“, es ist der wertvollste Orden im Gladbacher Karneval.
Von RS-Redakteurin Marlene Katz

Mönchengladbach – Unter den Klängen des Reitercorps Mönchengladbach, das auch für die Abschlussmusik sorgte, zog die 1. Stadtgarde Mönchengladbach sowie die KG Rot-Weiß Dorfbroich zur Bühne. Die Stadtgarde richtet in verschiedenen Stadtteilen eine Veranstaltung unter dem Namen „D‘r Bus kütt“ aus, unter anderem in Rheydt auf dem Harmonieplatz in Zusammenarbeit mit der KG Rot-Weiß Dorfbroich.

Angelika Marks, die Präsidentin der Stadtgarde, begrüßte die Zuschauer und bat um Aufstellung zum Gardetanz.

Die weitere Moderation an diesem Vormittag übernahm der Präsident von Dorfbroich, Wilfried Irmen.

Um die Besucher in Stimmung zu versetzen, spielten die Show-Fanfaren der KG Schöpp op auf und hierauf zeigte dann die Tanzgarde der Rheer Mösche das, was sie im letzten Jahr einstudiert haben.

Auch das Tanzcorps der Großen Rheydter Prinzengarde hatte sich angekündigt, zeigte ihren Gardetanz sowie ihre neueste Rock-n-Roll-Variante.

Dann erfolgte die Vorstellung der bisherigen Hofnarren-Trägerinnen, also alles Ex-Prinzessinnen und zwar Doris Nöhles, Alexandra Schmitz, Dagmar Gaden, Andrea Enzenmüller, Verena Gauls und Monika Baumeister-Eßer. Weiter hatten sich fünf Ehrensenatoren zu ihnen gesellt, Ralf Winkels als Erfinder des Hofnarren, sowie Lara Gauls, die Vorjahreskinderprinzessin, die an diesem Samstag Geburtstag hatte.

Auch wird an diesem Tag auch immer der „Kleene Jeck“ an die amtierende Kinderprinzessin verliehen. Diese Idee kam Monika Baumeister-Eßer vor vier Jahren, als sie selbst Prinzessin war. Sie konnte es nicht mit ansehen, dass kleine Prinzessin immer leer ausging. Nach Rücksprache mit dem Vorstand von Dorfbroich und dem Juwelier Ralf Winkels, wurde diese Idee umgesetzt und es entstand der „Kleene Jeck“.

Dann nutzten Bernd Gothe, Ehrenvorsitzender des MKV, Gert Kartheuser, Vorsitzender des MKV sowie Dieter Beines als Präsident der Großen Rheydter Prinzengarde die Gelegenheit, um den Zuschauern als Erste die geplante Neuigkeit mitzuteilen. Da das Weihnachtssingen auf dem Marktplatz großen Anklang fand, hat man jetzt überlegt, ein Karnevalssingen zu veranstalten. Dieses Singen findet am Mittwoch vor Altweiber um 18.00 Uhr im Zelt auf dem Marktplatz statt und wird ca. 1 ½ Stunden dauern. Aus Köln hat man bereits einen bekannten Interpreten gefunden, der dieses Singen mit der Gitarre begleiten wird. Man wird mit Ostermann anfangen und mit Ostermann aufhören und natürlich darf dabei auch geschunkelt werden.

Nach diesem Singen braucht man nicht nach Hause zu gehen, denn die Band „Echt Lekker“ spielt weiter auf.

Dann zog das Kinderprinzenpaar Louis und Theresa mit Hofmarschall Hajo Hering und Adjutant Lukas sowie der Kinderprinzengarde auf. Die Beiden freuten sich dort zu sein und hoffen, dass diese Tradition weiter fortgeführt wird. Theresa bedankte sich ganz herzlich bei Monika Baumeister-Eßer, dass diese auf die Idee vom „Kleene Jeck“ gekommen war.

Dann machten die Beiden noch einmal Werbung für ihr Projekt „Kinderrettungsanker“. Viele Geschäfte in Rheydt und Odenkirchen beteiligen sich mittlerweile an dieser Aktion, denn dort können Kinder Hilfe finden, wenn sie sich in einer schwierigen Situation befinden.

Natürlich durfte auch ihr Prinzenlied nicht fehlen, die Kinderprinzengarde machte den Background mit „ihr macht das schon“ und beim anschließenden Stippeföttchen-Tanz waren Louis, Theresa und Lukas natürlich bei.

Dann folgte die Verleihung des „Kleene Jeck“ an Theresa mit der entsprechenden Urkunde.

Trotz des enormen Zeitdrucks, hatte das Prinzen-Paar Axel und Niersius Thorsten es sich nicht nehmen lassen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Begleitet wurden sie natürlich vom Hofstaat sowie dem MKV-Vorsitzenden Kartheuser.

Obwohl sie bei diesem Termin offiziell nicht im Mittelpunkt standen, konnten sie damit leben, sahen ehrfurchtsvoll zu und freuten sich für die Preisträger.

Wie in jedem Jahr freute es Ralf Winkels, der Vorjahresprinzessin den Hofnarren umzuhängen, der aus Silber und mit Brillanten und Saphiren bestückt ist. Außerdem gab es die entsprechende Urkunde sowie Blumen.

Die Frage aber ist, was passiert im nächsten Jahr, denn jetzt haben wir keine Prinzessin sondern einen Prinzen Thorsten. Aber dafür ist bereits gesorgt. Es steht eine Überraschung an, die mit Ralf Winkels, dem MKV-Vorstand sowie der KG Dorfbroich bereits abgestimmt ist.

Martina bedankte sich die Kette, die jede Prinzessin nach ihrer Amtszeit erhält. Für sie ist es eine tolle Erinnerung an die grandiose Zeit ihrer Regentschaft. Sie führte weiter aus, dass sie gerne Prinzessin der Stadt gewesen ist.

Eine kleine Episode der Regentenzeit von Dirk und Martina ließ der Präsident Irmen noch vom Stapel. Bei der Kneipensitzung im letzten Jahr hatte man dem Prinzenpaar nach Rückfrage, wie lange dürfen wir, zugesagt, ihr habt alle Zeit der Welt und so bleiben Dirk und Martina über eine Stunde auf der Bühne. Anschließend erklärte man den Beiden, ihr hättet Gage kriegen müssen und so fragt Dirk jetzt jedes Mal, wenn er Irmen sieht, „hast Du Dein Portemonnaie in der Tasche“.

Die Prinzen Axel und Thorsten überreichten Martina ein Geschenk, welches sie selbst eingepackt hatte ohne zu wissen, dass sie es von den Beiden bekommen würde. Also wusste sie, was darin war.

Mit ihrem Lied „Wir halten die Welt an“ verabschiedeten sich die Beiden nebst Gefolge.

Damit endete ein unterhaltsamer Vormittag und man kann gespannt sein, was die Überraschung im nächsten Jahr sein wird.