Fake-News: Die Warnung vor Hannes Bochtler hatte schon viele Namen

Diese und ähnliche Nachrichten geistern bereits seit vielen Jahren durch Facebook oder WhatsApp, verbreiten Angst und Schrecken. Doch Hannes Bochtler ist kein Virus, sondern ein Kettenbrief dem einfach kein Einhalt geboten wird.

Faktenfinder – Er soll sich durch die Festplatte oder die Freundesliste als Virus fressen, das „ganze Internet Programm kaputt machen“ und weil das nicht schon ungewöhnlich genug klingt, kommt direkt noch eine Handynummer hinzu. Allerdings handelt es sich bei Hannes Bochtler nicht um einen Virus, sondern um einen Kettenbrief, der seit Jahren ohne Prüfung geteilt wird und so weiterhin Angst und Unbehagen verbreitet. Dabei hatte dieser „Virus“ seit mindestens 2011 schon viele Namen, die einen kennen ihn als Moritz Häupl, Jayden K. Schmitz, Ute Christoff, Marcel Hohmann und eben Hannes Bochtler.

Foto: Rheinischer Spiegel

Vorsicht ist geboten
Bitte keine Freundschaftsanfrage von einem Hannes Bochtler annehmen es ist ein Virus
Und auch bitte nicht auf diese Handynummer 0176/ 30664014 reagieren es ist ein Hacker und macht das ganze Internet Programm kaputt

Hierbei handelt es sich jedoch um eine Falschmeldung, die tausendfach geteilt wird. Auf die Nachfrage der aktuellen Warner, ob denn auch nur einer eine Anfrage von Hannes Bochtler bekommen habe, sind die Antworten alle simultan: Nein, man wolle nur warnen. Die verunsicherten Nutzer ob Facebook oder Smartphone wollen ihre Freunde und Bekannten schützen und verbreiten so weitere Panik. Seit Jahren versuchen verschiedene Medien über Hannes Bochtler und seine Nicht-Existenz als Virus aufzuklären, er kann auch nicht den Rechner oder ein Programm zerstören durch Annahme einer Anfrage bei Facebook. Dieser Satz alleine müsste WhatsApp-Nutzer stutzig machen, denn die Festplatte eines Smartphones lässt sich schwierig zerstören, schließlich gibt es hier keine Festplatte. Außerdem ist eine Kontaktanfrage von Unbekannten bei WhatsApp nicht möglich. Wer auch immer dieser Hannes Bochtler also sein mag – eine Gefahr für Nutzer auf Facebook oder WhatsApp ist er auf jeden Fall nicht. Der beste Weg diese Kettenbriefe zu stoppen ist sie ruhen zu lassen, sie nicht weiter zu verbreiten, und so gilt auch weiterhin der gute Vorsatz: „Erst denken, dann klicken“. (cs)

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