Faktencheck: Versandbestätigung für Porno-DVD enthält gefährlichen Virus

Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat bereits in der vergangenen Woche vor einer Versandbestätigung für eine Porno-DVD gewarnt. Nun sind diese Mails auch am Niederrhein angekommen und es gilt Vorsicht walten zu lassen, denn mit einem Klick wird eine gefährliche Schadsoftware heruntergeladen.

Faktencheck – Offensichtlich ist das Thema „Porno“ bei den Cyberkriminellen sehr beliebt. Zumindest glauben diese, dass das Thema bei Internetnutzern für Peinlichkeiten sorgen kann. Die Polizei warnt deshalb vor dem Anklicken des Links, denn dieser lädt einen Computervirus. Nach Erpressungs-Mail nach angeblichem Pornokonsums kursieren nun gefälschte Bestell-/Versandbestätigungen von angeblichen Videotheken.
Die Täter behaupten, die bestellten Porno-DVDs in den Versand gebracht zu haben. Dabei werden diverse Filmtitel (aus der Porno-Branche) als bestellte Ware genannt. Hinzu kommt die persönliche Ansprache des Mailempfängers inkl. tatsächlich stimmender postalischer Anschrift.
Alles weitere bezüglich Lieferung und Zahlung könne der Empfänger über den Link erfahren. Dieser jedoch lädt gefährliche Schadsoftware für Windows nach (z. B. als ZIP-Datei verpackt). Wichtig ist, dass Sie diese Datei nicht herunterladen, nicht öffnen und nicht ausführen!

Beispielmail:

Foto: Landeskriminalamt Niedersachsen

Die Behauptungen aus den Mails sind gefälscht. Es gibt diese Bestellungen nicht. Es ist auch denkbar, dass die Täter tatsächlich existierende Namen von DVD/Versandvideotheken missbrauchen. Den Tätern geht es hier lediglich um die Schadsoftware, die per Link zu laden ist.
Sollten Sie bereits Ihr Windows-System durch die Schadsoftware infiziert haben, lesen Sie dazu die Tipps des Landeskriminalamtes Niedersachsen. Wichtig ist auch, den betroffenen Rechner zügig aus dem Netzwerk zu nehmen, um andere Computer nicht zu gefährden. Erstatten Sie dann auch Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. (dt/Polizei)