Faktencheck: Wenn Cristal Meth als Brausepulver getarnt wird

Bereits seit 2012 wandert ein eigenartiger Elternbrief durch das deutsche Netz, in dem vor als Brausepulver getarntem Cristal Meth gewarnt wird, bereits seit 2007 gibt es eine ähnliche Meldung aus den USA. Seit dem Auftauchen der Meldung weisen bekannte Plattformen, Pressemeldungen und Nachfragen bei der Polizei auf einen Hoax, eine Falschmeldung hin.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Faktencheck – Keine Unterschrift, kein aktuelles Datum, kein Stempel, kein Name der Schule sind zu lesen auf dem dubiosen Elternbrief der als Warnung vor Cristal Meth dienen soll, welches als Brausepäckchen getarnt ist.

„!! ACHTUNG !!
SCHÜTZT UNSERE SCHÜLER
Es gibt leider wieder einmal eine neue Droge auf dem Markt. Das Gefährliche daran ist, dass sie aussieht wie ein Brausepulver:
Bei diesem Pulver handelt es sich um Cristal Meth mit verschiedenen Geschmacksrichtungen (Erdbeere, Wassermelone etc.)
DIESE DROGE MACHT NACH DER ERSTEN EINNAHME SOFORT ABHÄNGIG UND KANN TÖDLICH SEIN“

Die ursprüngliche Meldung wurde bereits 2007 mit dem falschen Absender „Memorial Physican Services“ verschickt. Der Service gab hierzu eine Stellungnahme heraus mit dem Verweis auf einen Hoax, eine Falschmeldung. 2012 schaffte es die Meldung in den deutschen Sprachraum, 2013 dann griff auch die Presse, darunter die Hannoversche Allgemeine Zeitung, die Meldung auf: „Schulleiterin … und ihre Kollegen nehmen Drogenwarnungen zwar stets ernst. Doch in diesem Falle handelt es sich laut Polizei um eine Falschmeldung. Der Text ist eine Übersetzung aus dem Englischen und geistert seit 2007 im Internet herum.“ (Auszug)

Über die Meldung als Falschmeldung berichten seitdem nicht nur die Presse, sondern auch einschlägige Plattformen:

Der beste Weg diese Kettenbriefe zu stoppen ist sie ruhen zu lassen, sie nicht weiter zu verbreiten, sich vorab zu informieren und so gilt auch weiterhin der gute Vorsatz: „Erst denken, dann klicken“. (cs)

Screenshot