Falschmeldung einer Agentur – Stadt Viersen hat Notarzteinsatz in Kita Steinkreis unverzüglich gemeldet

Wie die Stadt Viersen informiert, verbreitet die Nachrichtenagentur AFP unter der Überschrift „NRW-Familienminister Stamp fordert lückenlose Aufklärung von Mordfall Greta“ einen Bericht über die Sondersitzung des nordrhein-westfälischen Landtages vom Donnerstag dieser Woche. Angaben in dieser Meldung seien jedoch gleich in doppelter Hinsicht falsch.

Viersen – In dieser Meldung hieße es unter Nennung des Leiters des Landesjugendamtes, Lorenz Bahr, als Quelle: „Auch die Kita in Viersen, in der die getötete Greta war, habe den Notarzteinsatz für das zwei Wochen nach dem Vorfall gestorbene Kind nicht gemeldet.“

Diese Meldung sei gleich in doppelter Hinsicht falsch, so die Stadt Viersen:
„(1) Herr Bahr hat diese Aussage weder in der Sondersitzung des Landtags noch an anderer Stelle getätigt. Das hat uns das Landesjugendamt auf Nachfrage ausdrücklich bestätigt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Viersen, die die Übertragung der Sitzung verfolgten, bestätigen ebenfalls, dass eine solche Aussage weder wörtlich noch sinngemäß getroffen wurde.
(2) Die Stadt Viersen hat dem Landesjugendamt den Notarzteinsatz am 22. April 2020, also am auf den Vorfall folgenden Arbeitstag, gemeldet. Das haben auch Staatsanwaltschaft und Polizei Mönchengladbach in der Sachverhaltsschilderung in ihrer Pressekonferenz am 28. Mai 2020 erklärt. Anschließend hinaus wurde das Landesjugendamt stets zeitnah über die weitere Entwicklung informiert.“

Die Stadt Viersen hat die Nachrichtenagentur bereits zu einer umgehenden Richtigstellung aufgefordert.


Update: Agentur korrigiert

Die Nachrichtenagentur AFP hat die gestern zunächst verbreitete Meldung, die die Stadt Viersen habe den Notarzteinsatz in der Kita Steinkreis am 21. April 2020 nicht an das Landesjugendamt gemeldet, am Abend korrigiert. Die Stadt Viersen hat den Einsatz am 22. April, also am folgenden Arbeitstag, dem LVR mitgeteilt.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

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