FDP-Viersen lehnt Umgestaltung der Süchtelner Innenstadt in dieser Form ab

Am Dienstag hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung getagt. Unter anderem wurde die Umgestaltung der Süchtelner Fußgängerzone beraten. Die FDP hat als einzige Partei gegen die Beauftragung der Verwaltung mit der Entwurfsplanung gestimmt.

Viersen-Süchteln – Eric Scheuerle, der Sprecher der Freidemokraten für Stadtentwicklung und Planung, fasst die Gründe so zusammen: „Die Stadt will 380.000 Euro ausgeben, ohne dass sich eine wirkliche Verbesserung ergibt. Und auf Anwohner kommen Straßenausbaubeiträge zu, die die Verwaltung aktuell noch nicht beziffern kann.“ Auch die Details der Vorlage überzeugen den Freidemokraten nicht.

Scheuerle fragt: „Wo liegt der Sinn darin, die existierenden historischen Kandelaberlampen gegen andere historische Kandelaberlampen auszutauschen? Und wir können auch nicht erkennen, wie die vorgeschlagenen Maßnahmen zu einer zeitgemäßen innerstädtischen Fußgängerzone und Einzelhandelslage beitragen sollen.“ Deshalb hat die FDP im Ausschuss gegen die weitere Planung des Projektes gestimmt: „Damit werden die Probleme, mit denen sich auch die Süchtelner Innenstadt konfrontiert sieht, nicht verbessert. Man kann den Eindruck gewinnen, dass hier auf Biegen und Brechen Geld ausgegeben werden soll, da gerade vom Land NRW ein Fördertopf bereitgestellt wurde“, stellt Stefan Feiter, Vorsitzender der FDP-Fraktion in Viersen, fest.

Foto: Rheinischer Spiegel/oj

Quelle: FDP Viersen

7 Kommentare

  1. Es gibt sicherlich sinnvollere Investitionen, die getätigt werden können. Geld ausgeben, nur weil man es könnte, ist völlig sinnfremd.

  2. Da kann man der FDP nur vollumfänglich zustimmen. Auf die Anwohner kommen ja nicht nur hohe Abgaben aufgrund des Ausbaus hinzu,nein,auch noch höhere Abwassergebühren durch den Murks beim Bau des Tiefensammlers erhöhen die Belastung (aller) Bürger weiter. Anmerkung: Viersen hat jetzt schon die zweithöchsten Abwasserkosten in NRW. Und die Stadt legt mit dem Ausbaus der Rasenfläche vor der Realschüler noch einen drauf. Hier möchte man Events abhalten. Wie Herr Feiter schon sagte,es fehlt erkennbar das Maß. Da kommen später mal ein paar mehr Besucher,aber danach ist der Effekt verpufft. Handel geht heute anders. Die Leute werden weiter lieber nach Roermond ,Venlo oder Kempen fahren.
    Man kann halt Atmosphäre, Charme, Charakter oder wie man es nennen mag, nicht durch ein paar neue Pflastersteine, Bäumchen oder Leuchten herbeizaubern. Aber das ist ja bei Fördergeldern immer so. Hauptsache die Kohle fließt.

  3. Wo hat diese Stadt den ihren Charme? Doch nicht in der Fußgängerzone/Innenstadt mit ihrer häßlichen Mischbebauung. Der schönste „Bildausschnitt“ wurde ja vor Jahren versaut, indem der Sparkasse erlaubte, diesen Betonklotz in das „alte Herz“ zu verpflanzen. Und die verschiedenen „zweckmäßigen“ Fassaden anderer Häuser (um es mal freundlich auszudrücken) machen auch keine schönes, einheitliches Stadtbild. Hier nun mal ein paar Bäumchen, ein paar Lämpchen und ein wenig anderes Pflaster usw. für viel Geld zuverbauen, ist Verschwendung von Steuergeldern und macht nur mal wieder eins dieser Planungs-und Gutachterbüros reich. Die wirklichen Probleme – hier sei nur die enorme Verkehrsbelastung genannt-werden ja seit Jahrzehnten nicht angegangen.

    1. Durch das Hof-und Fassadenprogramm sind ja schon einige Häuser richtig schön aufgehübscht worden, das sollte auf jeden Fall intensiviert werden. Vielleicht sollte man die Eigentümer noch direkter und häufiger ansprechen.
      Leider gibt es neben dem geplanten Unsinn, die Laternen auszutauschen-welche weder drohen umzufallen noch wegzurosten, wie man es versucht, dem Bürger einzureden, noch die spinnerte Idee, das relativ intakte Pflaster zwischen Stinges und Eiscafé Daniele/Beim kleinen Chinesen auszutauschen, aber nicht im Bereich der Tönisvorster Str. 1-10, wo durch die vielen LKW-Fahrten die zudem hässlichen Platten zerbrochen sind und nicht mehr plan liegen. Regelmäßig fallen hier Passanten – nicht nur ältere!- und haben sich Rippen, Nasen (wg.Brille) gebrochen. Hier soll alles wortwörtlich beim Alten bleiben.
      Ein echtes Lichtkonzept fehlt, wie es bereits durch den Werbering Viersen ausgearbeitet und mit aussagekräftigen Angeboten hinterlegt wurde, welche selbstverständlich nun keine Beachtung finden. Wichtig ist dieses nicht nur für Stadtfeste etc, sondern auch für eventarme Zeiten.
      Mehr und schön designte Sitzgelegenheiten fehlen in der Planung, E-Bike-Ladestationen, sinnvolle Fahrradständer, Urban Gardening, Wasserspiele, Bienenkonforme Bepflanzung, klimaresistente Bäume und und und.
      Aktuell ist das Ganze ein Kandidat dafür, dass es Fördergelder gibt, die auf Teufel komm raus verbraten werden müssen, egal, ob sinnvoll oder nicht. Vielleicht will man auch unbedingt zu Mario Barth in die Sendung?

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