Feierstimmung im Roahser Gürzenich mit Weininger, Lotterlappen & Co.

Mit zwei Galasitzungen begeistern die Roahser Jonges ihre närrischen Gäste erneut in dieser Session. Am vergangenen Samstag luden sie erstmals in diesem Jahr zu einem unterhaltsamen Programm in den Notburgasaal ein.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen-Rahser – Wolfgang Genenger und Lothar Beeck hatten ihre Stimmbänder geölt und eröffneten bestgelaunt die erste Galasitzung der Roahser Jonges in diesem Jahr. Die Bühne traditionell in rot-weiß gestaltet, wird es in diesem Jahr jedoch etwas bunter, schließlich hat sich die Gesellschaft mit „Et Roahser blöht op“ ein farbenprächtiges Motto ausgewählt.
Geboten wurde ein abwechslungsreiches Programm mit gekonnten Auftritten heimischer Gewächse ebenso wie den jecken Gästen der großen närrischen Bühnen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Mit dem Einzug der Gesellschaft startete der Abend, an den sich der Kinderkarneval anschloss und gekonnt bewies, dass der närrische Nachwuchs hier im Rahser zuhause ist. Ein Klatschmarsch begleitete das aktuelle Kinderprinzenpaar, Prinz Luca I. und Sophie I., deren Auftritt von einem gekonnten Karnevalsmedley, präsentiert von Luisa Schippers, abgerundet wurde, bevor zwei bekannte Größen des Karnevals den Saal eroberten.

Mittlerweile deutschlandweit unterwegs sind Willi und Ernst, die 2011 in die Nachwuchsförderung des Kölner literarischen Komitees aufgenommen wurden. Mittlerweile haben die „2 Rentner aus Leidenschaft“ eine große Fangemeinde quer durch alle Altersstufen und ziehen mit viel Begeisterung und Leidenschaft durch die Säle des rheinischen Karnevals, „solange die Medikamente reichen“, wie sie selber berichten. An das Zwiegespräch zwischen Dirk Zimmer und Markus Kirschbaum wurde gekonnt ein Lied angefügt und so die Gäste bei bester Stimmung an das Alt-Viersener Stadtprinzenpaar übergeben werden. Dass „En Viersche es emmer jet los“ ist, da sind sich Prinz Rudi I. und Prinzessin Fabienne I. sicher, die an diesem Abend erneut bewiesen, dass das närrische Gen in der Familie Pesch von Generation zu Generation weitergegeben wird, als der Prinz seine tänzerischen Fähigkeiten beim Tanz der Prinzengarde einbrachte.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

In der 5. Jahreszeit muss man eben über sich selber lachen können, diese Eigenschaft zeichnet die Karnevalisten aus – und die Halle lachte gerne … über sich, über andere und vor allen Dingen gemeinsam auch mit Liselotte Lotterlappen. Sie, eigentlich eher er, nämlich Joachim Jung, nahm eben dieses Gefühl der Halle auf und scheute sich nicht auf Tuchfühlung mit den „Festgänsen“ zu gehen, die Lieselotte mit viel Witz „durch den Kakao“ zog. Nach ihr dann der Auftritt der Roahser Prinzengarde, der natürlich nicht fehlen durfte und der begleitet wurde von der Kürung des neuen Ehrensenators. Die Urkunde durfte in diesem Jahr der 1. Vorsitzende des Fideles Kränzchen Viersen e.V., Michael Reiners, entgegennehmen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Nach der Pause ging es mit heimischen Gewächsen weiter, denn die Roahser Mädches eroberten den Notburgasaal. Trainiert von Julia Uebel begeisterten Jasmin Hörkens, Sandra und Michaela Hofer, Britta Schulte, Anne Genenger, Nadine Mihm und Celina Pitzen-Hardy, die ohne Zugabe nicht von der Bühne kamen. Bei der sich anschließenden Mützensammlung kamen stolze 777 Euro für den Kinderkarneval zusammen und die so hohe Spende wurde mit dem Stippeföttchetanz belohnt, bei dem jecke Gäste aus Viersen, Süchteln und Dülken ihr sportlich-tänzerisches Können unter Beweis stellten. Die Lachsalven mündeten in die Auftritte des Sitzungspräsidenten Volker Weininger und Ingrid Kühne. Seit 2012 mischt Volker Weininger in seiner Type als „Der Sitzungspräsident“ im Kölner Karneval mit und ist dort auch regelmäßig in der ARD-Fernsehsitzung zu sehen. 2019 erfüllt sich Volker dann einen langgehegten Wunsch und gönnt seinem Sitzungspräsidenten endlich ein abendfüllendes Programm.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

De Frau Kühne war vielen bereits aus dem Fernsehen bekannt. Ein Lacher folgte dem nächsten und die Halle kam auch mit den Roahser Wibbels nicht zur Ruhe. Die neunköpfige Herrentruppe um Trainerin Petra Ditzen sind schließlich längst nicht mehr nur auf der Rahser Bühne begehrt und bildeten einen hervorragenden Einstieg in den letzten Programmpunkt mit der Gruppe Kommando3. Diese hatten für den Viersener Prinzen nicht nur ein passendes Trikot im Gepäck, sie setzten ihn zudem gekonnt an die Spitze der Polonaise und auch die Trommel wusste Prinz Rudi I. auf der Bühne gekonnt zu schlagen. So schallte es bei Feierstimmung „Leev Jecke, se hann sich en Rakeet verdeent! Kommando eins …“ im Roahser Gürzenich, während sich die Roahser Jonges am Tag danach schon auf die nächste beliebte Galasitzung vorbereiten. (dt)

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Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming