FEN präsentierte Newcomer und bekannte Stars der närrischen Welt

Als einer der wenigen europaweit agierenden Dachverbände für Karnevalisten, lud die Föderation Europäischer Narren Deutschland e. V. erneut in diesem Jahr in das Dülkener Bürgerhaus ein. Mittlerweile schon traditionell präsentiert der Regionalverband Linker Niederrhein an seinem Vorstellabend kurz vor dem Hoppeditzerwachen Stars sowie Sternchen der karnevalistischen Szene.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen-Dülken – Wenn der FEN zu seinem närrischen Vorstellabend ruft, dann kommen Tänzer und Musiker gerne, um sich einen Abend lang auf der Bühne den Entscheidern und Planern der Veranstaltungen zu präsentieren. FEN-Regionalpräsidentin und NRW-Landespräsidentin Ingeborg Gartz konnte erneut in diesem Jahr ein buntes Programm den Gästen präsentieren. Das Besondere: Der Abend, der einer närrischen Galasitzung in Nichts nachstand, wurde von den Künstlern kostenlos gestaltet, schließlich ging es um zahlreiche Buchungen und Auftritte in der übernächsten Session. Doch bevor das abwechslungsreiche Programm startete, gebührten Ingeborg Gartz die ersten begrüßenden Worte, welche das Mikrofon für den Abend an ihre Tochter und Dülkener CDU-Ortsbürgermeisterin Simone Gartz weitergab.

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller

Ein erstes Schunkeln konnte der Süchtelner Sänger und Entertainer Detlef Belk für sich verbuchen, der die Bühne ebenfalls für heimische Gewächse frei machte. Aus Boisheim präsentierte sich gekonnt das Ki Ka Kai a-Mariechen-Trio bestehend aus Angelique und Jessica aus der Gummibärenbande sowie Abbelina, die aus der Gruppe der Minis das Trio vervollständigte. In diesem Jahr erstmals auf den Brettern, die die Welt bedeuten dabei, bewiesen sie, dass sich die Gesellschaft aus Boisheim um den Nachwuchs keine Sorgen machen muss.
Als Nachwuchs, wenn auch nicht im gleichen Alter der Mädchen, konnten „De Schlofmütze“ aus Köln bezeichnet werden. Die versprochenen 100% Party-Power brachten Ralf Heeg und Rainer Buch mit, die zwar schon seit einigen Jahren solo unterwegs waren, mittlerweile seit 2017 jedoch künstlerisch zusammenarbeiten. In der kommenden Session gebührt ihnen die Ehre das Mottolied des Kölner Karnevals zu singen, dann wird es sicherlich schwer noch einen freien Platz in ihrem Terminkalender zu finden.

Ebenfalls aus Köln präsentierte sich die Milljöh-Tanzgruppe De Pänz us dem ahle Kölle e. V., die mittlerweile in der 13. Session unterwegs ist. Keine Zahl, die Unglück bringt, da waren sich die rund vierzig Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 28 Jahren sicher, die mit ihren Tänzen Tradition und Modernes verbanden. An sie schlossen sich die Vierscher Mispelblüten an, die hier in der Region keine Unbekannten mehr sind mit ihrer diesjährigen Choreografie – schwungvolle Bewegungen und mitreißendes Lachen, welches vom Publikum gerne mit Beifall begleitet wurde.

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller

Weniger bekannt auf den heimischen Bühnen in Viersen das Männerballett Horrem mit fünfzehn Tänzern im Alter von 30 bis 63 Jahren. Eine Mischung aus alteingesessenen Tanzhasen und Neuinfizierten des närrischen Virus war dann doch einmal etwas völlig Neues und auch die Buure Band, die Kölsche Oldies und Oldies op Kölsch mit nach Dülken brachten, hatten bisher auf den Veranstaltungen der Region selten einen Auftritt – das allerdings könnte sich in den nächsten Sessionen ändern. Bevor Sänger Detlef Belk zum Abschluss nochmals das Mikro ergriff, waren es die Lollipops mit rund zwanzig Tänzerinnen, die der Stimmung nochmals einen Schub gaben, denn schließlich wurde nicht nur gefeiert, sondern auch verdiente Karnevalisten im Dülkener Bürgerhaus geeehrt.

Ingeborg Gartz vergab den Narr von Europa in Bronze an Corinna Richter, Tanzmariechen Mona Stobbe und die Dülkenerin Ulrike Speakman-Hecken. Ebenfalls Rita und Hans-Hubert Glock, die in der vergangenen Session bereits zum dritten Mal in Breyell den Jecken als Stadtprinzenpaar vorstanden, den Dülkener Prinzen in Lauerstellung, Marco Hüskens, sowie Frank Gramberg durften die Ehre in Bronze entgegen nehmen. Den besonderen Narr von Europa in Brilliant erhielten Manfred Friedrichs sowie Hans-Josef Franken und die höchste Ehrung, den Narr von Europa mit Krone, durfte in diesem Jahr Wilfried Terstappen aus Boisheim sein Eigen nennen. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller

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