Feuerwehr-Aufkleber soll Kinder retten

Bei einem Brand entscheiden oft nur wenige Minuten über Leben und Tod. Kinder zählen in Notsituationen zu den Schwächsten. Ihnen gehört die größte Aufmerksamkeit der Rettungskräfte. Sie wissen meistens nicht, wie sie sich gegen Feuer und Rauch schützen können und verstecken sich daher oft vor den Flammen, anstatt auf sich aufmerksam zu machen. Für die Feuerwehr ist es dann schwer festzustellen, ob sich noch Kinder in einem Gebäude befinden. Der Kinderfinder erleichtert den Rettungskräften die Suche: Der Aufkleber, der auch im Dunkeln und dichtem Rauch zu sehen ist, signalisiert, dass sich hinter einer Tür Kinder befinden könnten.

Kreis Viersen – Die Jusos Kreis Viersen halten den reflektierenden Aufkleber für einen lebensrettenden Wegweiser und fordern daher jetzt die SPD-Fraktionen im Kreis Viersen auf, einen entsprechenden Antrag zur kostenlosen Bereitstellung durch die jeweilige Kommune zu stellen. Als erste Fraktion folgen den Kreisjusos die Nettetaler Sozialdemokraten.

Vorangegangen war die Willicher SPD: Im April 2017 verabschiedete sie einen Antrag des Vorsitzenden der Kreisjusos, Lukas Maaßen, und des stv. Vorsitzenden der Willicher Jusos, Lukas Kothen. Die Stadt sollte 10.000 “Kinderfinder-Aufkleber” kaufen und diese dann in Kindergärten, Grundschulen aber auch in den Stadtteilbüros und bei den Feuerwehren kostenlos zur Verfügung stellen. Im Herbst folgten die Mitglieder des Ausschusses für Abgaben, Gebühren und Satzungen mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP dem Antrag in einer etwas eingeschränkten Version. Zunächst wurden 5.000 Aufkleber mit Info-Flyer bestellt. Kosten: 1.500 €.

Weitere Infos: Die Aufkleber werden durch den Verband der Feuerwehren in NRW sowie durch die Provinzial Versicherung für einen Stückpreis von 0,30 € vertrieben. Feuerwehren in Großstädten wie Düsseldorf nutzen bereits den Aufkleber.

Foto: SPD