Feuerwehr befreit Dackel: Der Hund saß in einem Nutriabau fest

Die Feuerwehr Viersen war am Montag, 26. August 2019, in Sachen Tierrettung unterwegs. Ein Dackel saß im Bereich der Niers in einem Nutriabau fest. Am Ende reichte ein entschlossener Griff, doch bis es so weit war, verging eine lange Zeit des Bangens und Winselns.

Viersen – Dackel sind von Natur aus Jagdhunde. Das zeigte einer dieser Vierbeiner am Montag nahe der Niers und begab sich auf die Pirsch nach einer Nutria.
Beute samt Dachshund verschwanden im Gestrüpp und waren nicht mehr gesehen. Anderthalb Stunden bemühte sich die Besitzerin mit zwei zwischenzeitlich herbeigerufenen Freunden, ihren Hund hervorzuholen. Das dichte Dornengebüsch, ein Zaun und das nahe Wasser des Baggerloches sorgten dafür, dass die Rettungsversuche erfolglos blieben.

Um 19.50 Uhr wurde schließlich die Feuerwehr Viersen gerufen. Acht Wehrleute von der Hauptwache rückten mit drei Fahrzeugen aus und machten sich ans Werk. Der Hund unterstütze durch dauerndes Winseln die „Geräuschpeilung“. Mit einer Kettensäge, einem Trennschleifer und anderem Handwerkszeug schlugen die Feuerwehrmänner eine Schneise bis zu dem Nutriabau, aus dem der Hund sich meldete.

Foto: Stadt Viersen

Dann ging alles sehr schnell: Ein beherzter Griff mit dem „langen Arm“ und der Dackel war wieder am Tageslicht. Seine Beute, die er die ganze Zeit über bewacht hatte, nutzte die Gunst der Stunde, ergriff die Flucht und schwamm davon. Knapp eine Stunde nach dem Eintreffen der Feuerwehr konnte die Besitzerin ihren Dackel wieder in Empfang nehmen.

Zur Unterstützung der Rettungsarbeiten und zur Besetzung der Feuerwache waren die Löschgruppen Stadtmitte und Rahser des Löschzugs Viersens alarmiert worden. Außerdem wurde der Ortsverband Viersen des Technischen Hilfswerks (THW) um Unterstützung gebeten. Das THW hätte mit einem Endoskop und einem Radlader aktiv werden können. Das schließlich doch überraschend rasche Ende der Rettungsaktion führte dazu, dass diese Einheiten nicht mehr eingreifen mussten.