Feuerwehr löscht Hallenbrand in Helenabrunn

Die Turnhalle der Agnes-van-Brakel-Grundschule ist niedergebrannt. Als am Sonntagmorgen, 13. Dezember 2020, gegen halb 7 die ersten Kräfte der Feuerwehr Viersen in Helenabrunn eintrafen, stand die Halle in Vollbrand. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über die App Nina gewarnt.

Viersen-Helenabrunn – Am Sonntagmorgen um 6:22 Uhr wurde die Feuerwehr Viersen wegen eines Brandes in Helenabrunn alarmiert. Sofort rückten alle Löschgruppen des Löschzuges Viersen, die hauptamtliche Wache, der Einsatzleitwagen und der Rettungsdienst aus. Aufgrund der Größe des Feuers wurden der Löschzug Dülken, die Wasserförderungskomponente des Löschzugs Süchteln, die ABC-Erkunder und der Gerätewagen Atemschutz hinzugezogen. Weitere Kräfte des Löschzuges Süchteln und die zum Schichtwechsel angetretenen hauptamtlichen Wehrleute übernahmen den Dienst in der Hauptwache.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Weil die etwa 20 mal 15 Meter große, freistehende Halle möglicherweise instabil war, konnte die Wehr nur von außen löschen. Das geschah über eine Drehleiter von oben und über mehrere Strahlrohre vom Boden aus. Die Wasserversorgung wurde mit einer langen Schlauchleitung von der Gladbacher Straße aus gesichert. Vorsorglich erging eine Warnung vor dem Brandrauch an die Bevölkerung über die Warn-App Nina. Das ABC-Erkunderfahrzeug prüfte in der Umgebung die Luft auf mögliche Schadstoffbelastungen. Der Warnhinweis konnte nach kurzer Zeit wieder zurückgenommen werden.

Gegen 7:50 Uhr konnten die Dülkener Kräfte wieder einrücken. Die Löscharbeiten waren umfangreich, weil in der Halle dort gelagerte Gegenstände wie Turnmatten brannten. Die Polizei war mit mehreren Fahrzeugen am Ort und sperrte die Straßen weiträumig ab. Ab 10 Uhr wurde die Einsatzstärke der Feuerwehr weiter verringert. Die Nachlöscharbeiten dauerten noch an.

Die Feuerwehr Viersen hat ihren Einsatz an der Agnes-van-Brakel-Grundschule in Helenabrunn um 12 Uhr zunächst beendet. Im Lauf des heutigen Nachmittags wird die Brandstelle noch einmal auf eventuelle Gefahrenstellen untersucht. Die Halle ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Andere Gebäude sind nicht betroffen.

Aufgrund der großen Menge an Wasser, das für die Löscharbeiten in kurzer Zeit gebraucht wurde, haben sich in den Wasserleitungen in diesem Teil der Stadt Verkrustungen gelöst. Das führt dazu, dass das Wasser, das aus den Wasserhähnen kommt, braune Verfärbungen aufweist. NEW hat nach dem Ende des Feuerwehreinsatzes begonnen, die Leitungen zu spülen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Insgesamt waren 84 Feuerwehrleute im Einsatz, darunter ein Wehrmann aus Willich, der zum ABC-Erkunderteam gehört. Um die Standsicherheit der Halle zu beurteilen, wurde ein Fachberater des Technischen Hilfswerks hinzugezogen. Das Gebäude muss nicht sofort abgerissen werden. Die Feuerwehr sichert den betroffenen Bereich ab. Weitere Ermittlungen zur Brandursache übernimmt die Polizei.

Bereits in der Nacht zum Samstag hatte es in Boisheim gebrannt. Dort stand ein freistehendes Gartenhaus in Flammen. Der etwa anderthalbstündige Einsatz wurde dadurch erschwert, dass in dem Gartenhaus mehrere Gasflaschen gelagert waren. Im Einsatz waren hier die hauptamtliche Wache, die Löschzüge Boisheim und Dülken, die Wasserförderungskomponente vom Löschzug Süchteln, die Maschinisten für Sonderfahrzeuge vom Löschzug Viersen, der ABC-Erkunder, der Einsatzleitwagen, der Gerätewagen Atemschutz und der Rettungsdienst. Die Löschgruppen Stadtmitte und Rahser vom Löschzug Viersen sorgten für die Besetzung der Hauptwache.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Helenabrunn: Feuerwehr kämpfte gegen Flammen in der Turnhalle der Agnes-van-Brakel-Schule