Feuerwehr Viersen optimiert Standorte und Ausrüstung

Die Feuerwehr Viersen hat ihren Jahresbericht 2019 veröffentlicht. Die alljährliche Generalversammlung wurde wegen der Auswirkungen der Corona-Krise verschoben. Die feierliche Ehrung der Jubilare und die Übergabe der Beförderungsurkunden werden gesondert nachgeholt.

Viersen – Der aktuelle Jahresbericht thematisiert unter anderem die Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels auf die Arbeit der Rettungskräfte, zudem werde sich künftig taktisch und materiell verstärkt auf Vegetationsbrände einstellen.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Einsätze im Rettungsdienst leicht auf etwa 13.700, die der Brandeinsätze erhöhte sich von 428 auf 556. Die Menge der technischen Hilfeleistungen ging leicht zurück auf 669. Die Personalstärke blieb bei den hauptamtlichen Kräften annähernd unverändert bei 101, die Zahl der Freiwilligen Feuerwehrleute stieg bei den Männern um14 auf 259, hinzu kommen 14 ehrenamtlich tätige Frauen. Die Ehrenabteilung umfasst 89 Mitglieder. Den stärksten Zuwachs, von 37 im Vorjahr auf nunmehr 60, verzeichnete die neu organisierte Jugendfeuerwehr.

Foto: Stadt Viersen

Die Feuerwehr will auch in Zukunft vermehrt junge Menschen für das Ehrenamt bei der Feuerwehr begeistern, etwa über den Internetauftritt und die sozialen Medien. In der Entscheidung von Politik und Verwaltung für den Erhalt und die Sanierung des Standortes Süchteln sehen die Verantwortlichen ein wichtiges Zeichen für die Ehrenamtsförderung und für die Wertschätzung der Arbeit der Feuerwehr.

Entsprechend dem kommunalpolitisch beschlossenen Brandbedarfsplan wurden für Rettungsdienst und Feuerwehr neue Fahrzeuge beschafft. Dazu gehören ein Vorauslöschfahrzeug, das bei der Waldbrandbekämpfung eingesetzt wird, sowie neue Notarzteinsatzwagen. Größere technische Projekte wie die Digitalisierung des Einsatzstellen-Funkverkehrs und die Umstellung der Atemschutztechnologie von einem Normal- auf ein Überdrucksystem haben begonnen.

Der Erste Beigeordnete Christian Canzler sagte, er freue sich sehr, dass die Freiwillige Feuerwehr einen Zuwachs von insgesamt 31 Personen verzeichnen konnte: Das sei auch der Neuorganisation der Jugendfeuerwehr zu verdanken: „Die Steigerung der Mitgliederzahl zeigt klar die Anziehungskraft unserer Freiwilligen Wehr auch auf jüngere Menschen, die dann hoffentlich später in den Einsatzdienst wechseln und so zum Fortbestehen dieses so wichtigen Ehrenamtes beitragen werden.“ Darüber hinaus freue er sich über die politisch bewilligte Umsetzung des Brandschutzbedarfsplans. Dieser umfasse die Ersatzbeschaffung von wichtigen neuen Fahrzeugen wie den beiden Drehleitern.