Förderbescheid für „Innenstadt-Förderung“ liegt vor

Der Förderbescheid NRW zur Stärkung der Innenstädte liegt nun auch schriftlich vor. Rund 1,7 Millionen Euro erhält die Stadt Mönchengladbach aus dem Sofortprogramm des Landes NRW unter dem Dach der Landesinitiative „Zukunft. Innenstadt. Nordrhein-Westfalen“.

Oberbürgermeister Felix Heinrichs

Mönchengladbach – „Jetzt kann es also losgehen. Wir wollen Ideen entwickeln, wie wir die Fördermittel sinnvoll einsetzen können. Gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren wollen wir eine gemeinsame Strategie entwickeln und Pflöcke einschlagen“, so Oberbürgermeister Felix Heinrichs, der bereits vor einigen Tagen zu einem ersten Arbeitstreffen eingeladen hatte.

„Diese Fördermittel erweitern den Handlungsspielraum, um für beide Innenstädte konstruktiv nach Lösungen zu suchen, wie wir dem Wandel im Handel und dem Leerstand begegnen können“, ergänzt Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin.

Dr. Gregor Bonin

Das Stadterneuerungs-Team im Fachbereich Stadtentwicklung und Planung freut sich auf eine intensive Zusammenarbeit mit allen beteiligten Akteuren, die sich für die Innenstädte engagieren. Dazu gehören die Quartiersmanagement-Teams in beiden Zentren sowie städtische Gesellschaften wie WFMG/EWMG, Kulturbüro und Marketinggesellschaft, aber auch die Sozialplanung sowie der Stadtteilkoordinator.

Die beiden City Managements sowie weitere Initiativen und Institutionen werden künftig im Rahmen von Beteiligungsworkshops in den Entwicklungsprozess mit eingebunden. „Das Förderprogramm Soziale Stadt zeigt, welche Möglichkeiten sich ergeben, wenn wir mit finanzieller Unterstützung des Landes einen Dialog zur Stärkung der Städte initiieren und gemeinsam mit allen Beteiligten Ideen und Maßnahmen entwickeln können“, so der Technische Beigeordnete.

Allerdings weist der Stadtdirektor darauf hin, dass auch das Förderprogramm zur Stärkung der Innenstädte kein Allheilmittel ist. „Wir können auf Grund des Förderprogramms Soziale Stadt in beiden Zentren auf bestehende Strukturen zurückgreifen, um zielführend in einem intensiven Dialog langfristig Maßnahmen für beide Zentren zu entwickeln.

Aber klar ist auch, dass es ein langer und schwieriger Weg ist. Allein schon pandemiebedingt wird es nicht sofort zur An- und Weitervermietung von Ladengeschäften kommen. Und auch bis zum Start von Beteiligungsprozessen wird es dauern. Die Zeit werden wir nutzen, um Strukturen vorzubereiten, konkrete Ideen zu sammeln, Interessenten und Eigentümer zu listen und erste Gespräche zu führen“, führt Kajetan Lis vom Fachbereich Stadtentwicklung und Planung aus.

Intervention statt Investition – das Förderprogramm gibt klare Richtlinien vor, was förderfähig ist und was nicht. Das Sofortprogramm ermöglicht in einem Baustein die Anmietung von kleinteiligen, leerstehenden Ladenlokalen und Räumen für Gastronomie und Weitervermietung zu einer reduzierten Miete für einen Zeitraum von zwei Jahren. Die förderfähige Mietfläche beträgt maximal 300 Quadratmeter, förderfähig ist eine Anmietung in Höhe von 70 Prozent der Altmiete.

Das Unterstützungspaket für Einzelhandelsgroßimmobilien, als ein weiterer Baustein des Programms, fördert Machbarkeitsstudien, integrierte Handlungskonzepte und Gutachten zu einzelnen Fragestellungen. Als leerstehende Einzelhandelsgroßimmobilien werden die ehemaligen Geschäftsräume der Saturn-Filiale an der oberen Hindenburgstraße und in Rheydt das leerstehende C&A-Gebäude ins Auge gefasst.

Über zwei weitere Bausteine werden die konzeptionelle Auseinandersetzung mit der künftigen Struktur der Zentren und die externe Unterstützung der Verwaltung bei der Abwicklung des Programms gefördert. Integriert bzw. angedockt wird die externe Abwicklung an bestehende Strukturen der beiden Quartiermanagements. Mit Infoveranstaltungen, Workshops und Einzelberatungen sollen Leerstand vermieden und Maßnahmen des Innenstadtmarketings gefördert werden.