Forschungsprogramm zu Corona-Spätfolgen – Long Covid auf der Spur

Seit mehr als einem Jahr hält die Corona-Pandemie die Welt in Atem. Nachdem zunächst die Forschung nach wirksamen Impfstoffen und Medikamenten zur Behandlung von Erkrankten im Fokus stand, startet die Bundesregierung nun ein Forschungsprogramm zu Covid-19-Spätfolgen. Fünf Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung.

Deutschland – „Bei der Bewältigung der Corona-Pandemie sind wir auf einem guten Weg. Das sagen uns die Zahlen, die uns das Robert Koch-Institut in den vergangenen Wochen meldet“, sagt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. „Eine Zahl macht aber weiterhin Sorgen – die Zahl der an Covid-19-Erkrankten.“ Bislang sind in Deutschland mehr als 3,6 Millionen Menschen an Covid-19 erkrankt. Zehn Prozent davon leiden Schätzungen zufolge an Spätfolgen einer Infektion.

Die Medizinforschung, so die Ministerin, habe einen breiten Grundstock an Wissen über das Coronavirus. Mit einem neuen Forschungsprogramm stehen nun fünf Millionen Euro bereit, um Forschungsvorhaben zu Spätsymptomen von Covid-19 zu fördern. Es sei eine weitere Stärkung der in Deutschland sehr gut aufgestellten Medizinforschung, betonte Karliczek.

Denn: Zu Long-Covid gibt es noch eine Reihe von offenen Fragen. Bekannt ist, dass eine Erkrankung von Long-Covid unabhängig vom Krankheitsverlauf während der Infektion ist. Sowohl Menschen mit leichten, aber auch Patienten mit schweren Krankheitsverläufen können unter Long-Covid leiden.

Die Vielzahl unterschiedlicher Symptome von Long-Covid – bislang sind rund 50 zum Teil sehr unterschiedlicher Syptome – erschwere den Ärzten, die richtige Diagnose zu stellen und daraus die richtige Behandlung einzuleiten. Eine klare Definition vom Long-Covid zu finden, ist eine der zentralen Aufgaben des neuen Förderprogramms. (opm/Bundesregierung)

Foto: Rheinischer Spiegel