Eier mit Speck-Samstag startete mit einem guten Frühstück

Der Geruch von frisch gebratenem Speck zog um kurz vor High-Noon um die Zelte, am Mittag ab lockten natürlich wieder Eier mit Speck zum Frühstück. Vor Ort ebenfalls schon die Rock-Band Madsen, die den ganzen Tag in Viersen verbrachte und dem Samstag auf der Bühne für die „Speckies“ die Krone aufsetzte.

Foto: Rheinischer Spiegel/mh

Viersen – Immer wieder schlürften die müden Gesichter über die Zeltplätze, gefeiert wurde schließlich die ganze Nacht hindurch. Ein starker Kaffee half allerdings gut und das kräftige Frühstück gab sein Übriges hinzu. Schließlich galt es pünktlich wieder an der Bühne zu stehen, denn den Festivalsamstag eröffnete die Band Radio Invaders aus Viersen mit ihrem Pop und Punk.
Melodische Gitarrenriffs trafen auf brachiale Drums – die drei Viersener bewiesen, sie haben ihren eigenen Stil gefunden und den beherrschen sie mit jeder Faser ihres musikalischen Könnens. Ein musikalischer Gegenpart dazu JayJay & the Ufo Vom Schneider Band aus Düsseldorf im Anschluss. Seit 2016 tritt der Düsseldorfer Rapper JayJay „Knüppel Klopp“ immer wieder mit legendären Musikern auf. Warum, das zeigte er mit Crossover-Klängen den „Spekies“, die mittlerweile ins Leben zurückgekehrt waren. Ein passender Übergang zur Reggae-Musik von Tequila & the Sunrise Gang aus Kiel, die Kiel-ifornia auf die Bühne am Hohen Busch brachten und die Festivalbesucher mitnahmen auf eine chillige Reise bis zu The LaFontaines aus Motherwell/UK.

Mit dabei nach mittlerweile zehn Jahren ebenfalls wieder die Indie-Band Kapelle Petra. Kapelle Petra ist inzwischen eine der bundesweit angesagtesten deutschsprachigen Live-Bands. Die exklusive Mischung aus melodiösen, hymnischen Indie-Songs und feinsinnigen Texten in Kombination mit sympathischem „Beklopptsein“, hat den vier Musikern aus Hamm seit Erscheinen des Vorgängeralbums „Internationale Hits“ (2013) einen grandiosen Aufschwung beschert. Auch hier ein passender Kontrast zum nächsten Gast aus Frankfurt. D-Flame mit special guest DJ Sparc waren es Reggae und Dancehall, die das Konzertgelände einnahmen, ebenso wie Arcane Roots aus Kingston upon Thames/UK mit alternativen Klängen. Gerade erst waren die Arcane Roots für eine Handvoll Shows unterwegs und haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie eine der innovativsten Rock-Bands der britischen Inseln sind – auch Viersen haben sie überzeugt.

Zudem alte Bekannte als nächster Programmpunkt, denn Großstadtgeflüster aus Berlin und Bremen brachten Elektro-Klänge mit, bevor als vorletzter Act Helmet aus New York endlich den Weg zum Hohen Busch gefunden hatten. Seit einigen Jahren versuchen die Veranstalter schon die Metal-Band locken zu können, nun hat es endlich funktioniert und das es sich gelohnt hat, das zeigte ihnen das begeisterte Publikum. Der Abend schloss mit Madsen aus Wendland und Rock zum Mitsingen. Bereits zum 2. Mal in Viersen. Madsen entwickelte sich mit den Jahren zu einer der herausragendsten Live-Bands des Landes und wurde zu einem sehr gefragten Act in der hiesigen Festivallandschaft. Die letzten beiden Alben („Wo Es Beginnt“, 2012 und „Kompass“, 2015) zählen zu den erfolgreichsten Veröffentlichungen der Rockformation und konnten sich jeweils in den Top 5 positionieren. (Alexander Engelbergs/Foto: Martin Häming)

Foto: Rheinischer Spiegel/mh