Freie Demokraten in Viersen haben große Bedenken beim „Ende-Gelände-Camp“

Bereits nächste Woche findet am Hohen Busch in Viersen das Klimacamp der „Ende Gelände“-Bewegung statt. Die Freien Demokraten Viersen äußern große Bedenken. „Die Stadt hat uns im Vorfeld nicht von dem Camp informiert und wir haben erst über die Presse davon erfahren.“

Viersen – Letztes Jahr haben an dem Klimacamp rund 6.000 Menschen aus ganz Deutschland und teilweise sogar Europa teilgenommen. Das sind mehr Teilnehmer als bei dem Viersener Festival „Eier mit Speck“ am gleichen Standort. Eine solche Großveranstaltung in Viersen während der Corona-Pandemie am Hohen Busch stattfinden zu lassen, hält Stefan Feiter, Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten in Viersen, für bedenklich.

„Direkt neben der Veranstaltungsfläche darf der 1. FC Viersen unter strengsten Hygienevorschriften nur eine sehr geringe Zahl an Zuschauer in das Stadion lassen. Und diese kommen im Gegensatz zum Ende-Gelände-Camp alle aus unserer Region“, erklärt Feiter seine Sorgen. Nun haben die Freien Demokraten bei der Stadt angefragt, das Hygienekonzept offenzulegen.

„Die Stadt hat uns im Vorfeld nicht von dem Camp informiert und wir haben erst über die Presse davon erfahren. Uns ist es wichtig uns davon zu überzeugen, dass die Gäste aus ganz Deutschland in ihrem einwöchigen Aufenthalt in unserer Stadt keine Gefahr durch Infektionen für unsere Viersener Bürger darstellt“, begründet Alexandra Hurschler, Sprecherin der Freien Demokraten im Ausschuss Bau, Umwelt- und Klimaschutz die Anfrage.

Aber auch bei einem gut durchdachten Hygienekonzept bleibt Stefan Feiter skeptisch: „Die Bewegung Ende Gelände ruft auf ihrer Website offen zu Straftaten unter dem Deckmantel des ´Zivilen Ungehorsams´ auf. Sie sagen bereits jetzt, gegen Vorschriften von Ordnungskräften verstoßen zu wollen. Für uns ist dadurch keine Vertrauensbasis gegeben, um eine Großveranstaltung unter strengen Hygienebedingungen durchzuführen“, kritisiert Feiter.

Foto: Martin Häming/Rheinischer Spiegel