Freizeittipp Niederrhein: Willkommen im Krefelder Zoo

Auf einer Fläche von rund vierzehn Hektar gehört der Zoo Krefeld längst du den besucherstärksten Freizeitangeboten am Niederrhein. Mehr als 1.000 Tiere verschiedenster Arten bieten die Möglichkeit einen Einblick in die Vielfältigkeit unserer weltweiten Tierwelt, aber auch in die Bereiche des Artenschutzes zu erhalten.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Krefeld – Der verheerende Brand in der Nacht auf Neujahr 2020 hat bis heute seine Spuren hinterlassen. Mehr als fünfzig Tiere kamen in den Flammen um, weitere Tiere mussten im Nachhinein eingeschläfert werden, nachdem ihre Verletzungen zu groß waren. Das Affentropenhaus war vollständig vermutlich durch Himmelslaternen niedergebrannt. Im Anschluss an das Unglück schwappte eine große Welle von Hilfs- und Spendenaktionen dem Krefelder Zoo entgegen, es wurden aber durchaus auch Stimmen laut, welche den Sinn solcher Einrichtungen in Frage stellten.

Auf einer Fläche von rund vierzehn Hektar gehört der Zoo Krefeld längst du den besucherstärksten Freizeitangeboten am Niederrhein. Foto: Rheinischer Spiegel/Olaf Josten

Zum Schutz und Erhalt der vielfältigen Tierarten, gerade mit Blick auf Wilderer oder Klimawandel, sind Zoologische Einrichtungen allerdings von großer Bedeutung. Der Zoo Krefeld setzt sich deshalb bereits seit 1963 für den Artenschutz, die Erhaltungszucht und Forschung ein, ist seit 2001 ebenfalls Mitglied der von deutschen Zoos gegründeten Stiftung Artenschutz.

Neben dem Artenschutzzentrum Affenpark unterstützt der Krefelder Zoo im Rahmen dieser Programme zudem den Erhalt gesunde Populationen gefährdeter Tierarten. Sumatra-Tiger, Löffelhund, Europäischer Fischotter oder Bauducker – Arten, die mit zunehmender Ausbreitung des Menschen kaum noch einen natürlichen, geschützten Lebensraum finden. 2006 wurde mit Davu das erste Spitzmaulnashorn in einem nordrhein-westfälischen Zoo geboren, vier weitere Jungtiere bis 2016 folgten.

Der Zoo Krefeld setzt sich bereits seit 1963 für den Artenschutz, die Erhaltungszucht und Forschung ein. Foto: Rheinischer Spiegel/Olaf Josten

Auch das Großprojekt „Affenpark“ soll weiterhin verfolgt werden. Hierzu ist eine Erweiterung des Zoos um mehr als 4.000 Quadratmeter geplant. Bis dahin allerdings werden mehrere Jahre vergehen, bis der Zoologische Garten im Krefelder Stadtteil Bockum den Tierarten wesentlich mehr Platz bieten kann, die zum Schwerpunkt des Krefelder Zoos zählen.

Neben den Menschenaffen beherbergt das Gelände rund 170 Tierarten – von Großkatzen, über afrikanische Savannenbewohner bin hin zu tropischen Vogelarten, für die Warmhäuser, Vogeltropenhalle und das 1.100 qm große Regenwaldhaus ein Zuhause bieten. Durch diese Möglichkeiten konnte der Zoo zudem über 400 verschiedenen Pflanzenarten einen Lebensraum bieten, in denen Basilisken, tropische Schmetterlingsarten, Blaufledermäuse oder Zweifinger-Faultiere beobachtet werden können.

Neben den Menschenaffen beherbergt das Gelände rund 170 Tierarten – von Großkatzen, über afrikanische Savannenbewohner bin hin zu tropischen Vogelarten, für die Warmhäuser, Vogeltropenhalle und das 1.100 qm große Regenwaldhaus ein Zuhause bieten. Foto: Rheinischer Spiegel/Olaf Josten

Neu wurde im Juli 2020 nach zweijähriger Bauzeit die Pelikanlagune eröffnet, für die 3.000 Quadratmeter zur Verfügung standen. Zwölf Rosapelikane streiten hier allerdings gerne regelmäßig mit den im Zoo lebenden Graureihern um ihr Fischfutter, weshalb die Anlage mit der 450 Quadratmeter großen Teichanlage so konzipiert wurde, dass sie nur schwimmend erreichbar ist.

Abgerundet wird der Tagesausflug mit einem Besuch des begehbaren Regenwaldhauses, in dem gefährlichere Tiere wie Grüne Anakonda oder Keilkopf-Glattstirnkaimane gesichert zum Staunen einladen, oder das Südamerikahaus mit Flachlandtapiren oder Guanakos, die sich die Anlage mit dem größten Vogel des Kontinents, dem Nandu, teilen. Vorbei an Pinguinpool, welcher dem natürlichen Lebensraum der Tiere nachempfunden wurde, der einen Hektar großen Afrikawiese für Antilopen und Kudus, sowie Großtierhaus führt der Weg. Dieses bietet zwei Asiatischen Elefanten, einem Zwergflusspferd und einer Spitzmaulnashorn-Familie Schutz – der Zoo Krefeld ist einer von fünf Zoos in Deutschland, die hier Nachzuchterfolge erzielen konnten.

Mit dem Vogeltropenhaus, dem Schmetterlingsdschungel mit bis zu 200 Schmetterlingen, darunter der Blaue Morphofalter, oder der Erdmännchenlodge endet der ereignisreiche Ausflug für alle Altersstufen. Infos zu Öffnungszeiten und Preisen gibt es auf www.zookrefeld.de. (ea)

Mit dem Vogeltropenhaus, dem Schmetterlingsdschungel mit bis zu 200 Schmetterlingen, darunter der Blaue Morphofalter, oder der Erdmännchenlodge endet der ereignisreiche Ausflug für alle Altersstufen. Foto: Rheinischer Spiegel/Olaf Josten