Friseure öffnen in der Corona-Krise – Was gilt es zu beachten

Am Montag öffneten die Friseursalons erstmals wieder nach der wochenlangen Zwangspause. Während sich teilweise lange Schlangen mit Wartenden vor den Geschäften in der Viersener Innenstadt bildeten, setzten andere Salons auf Terminvergaben.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – Nach wochenlanger Zwangspause dürfen ab dieser Woche die Friseursalons wieder ihre Türen öffnen. Ein Termin ist allerdings bereits jetzt nur noch selten zu erhaschen, denn viele Friseure sind in dieser Woche bereits ausgebucht, hinzu kommen strenge Vorgaben zur Eindämmung der Corona-Ausbreitung.
Dafür ist die Zeit des Selberschneidens zum Glück vorbei, obwohl die verschnittenen Frisuren in den sozialen Netzwerken sicherlich für den einen oder anderen Schmunzler gesorgt haben. Die Friseure müssen daher direkt mehrfach Schadensbegrenzung in dieser Zeit betreiben.

Zudem ist der Friseurbesuch mit verschiedenen Vorgaben verbunden und der Besuch bei dem eigenen Friseur lässt im ersten Moment durchaus stocken. Teilweise sind die Stühle gesperrt, Pfeile auf dem Boden weisen die Wege für die Kunden. Hinzu kommt, dass beim Friseurbesuch eine Mundmaske getragen werden muss. Empfehlenswert ist seine eigene Maske mitzunehmen, die Friseure bieten allerdings selber ebenfalls Masken an.

Auf den fehlenden Kaffee und das Glas Wasser muss ebenso verzichtet werden, wie auf Zeitungen und Zeitschriften. Nicht erlaubt sind zudem „gesichtsnahe Dienstleistungen“, darunter fallen das Augenbrauen- und Wimpernfärben, Rasieren oder die Bartpflege – und Kundinnen oder Kunden dürfen sich derzeit die Haare nicht selbst föhnen, um Kontakte mit Geräten so gering wie möglich zu halten.

Zur Pflicht wird dagegen das Haarewaschen, denn der Friseur muss die Haare nun selbst im Salon waschen – ein Haarschnitt am trockenen Haar ist verboten und auch das Vorabwaschen zu Hause entbindet nicht von den Vorgaben.

Weiterhin müssen die Friseure die Kundenbesuche für den Fall dokumentieren, dass ein Kunde oder ein Mitarbeiter positiv auf Corona getestet wird. Die Mehrausgaben, die durch Mundschutz, Einmalhandschuhe oder das Desinfektionsmittel entstehen, sorgen daher für einen Aufpreis beim Friseurbesuch. Wie hoch, das ist von Region zu Region unterschiedlich, allerdings rechnet der Verband Deutscher Friseurunternehmen durchschnittlich mit ein bis zwei Euro. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel