Verkehrssicherheit am Knotenpunkt Kaldenkirchener Straße / Westwall / Nordwall in Bracht

Die Burggemeinde Brüggen befasst sich seit längerer Zeit intensiv mit der Verkehrssituation am Knotenpunkt Kaldenkirchener Straße / Westwall / Nordwall. Ziel ist es, die Sicherheit in diesem Bereich weiter zu erhöhen und insbesondere für schwächere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer geeignete Verbesserungen zu erreichen.

Brüggen-Bracht – In der Vergangenheit wurden bereits eine Reihe von Überlegungen angestellt, um die Verkehrsführung zu optimieren und die Übersichtlichkeit zu verbessern. Wegen der besonderen örtlichen Situation waren diese Überlegungen jedoch immer wieder als nicht geeignet verworfen worden. Zielführend wäre ein Gesamtumbau des Knotenpunktes, der aufgrund der zu erwartenden erheblichen Kosten in Höhe von überschläglich mehr als 800.000 € auch in den nächsten Jahren nicht zu leisten sein wird. Ausgehend davon fand zuletzt im Dezember 2025 ein gemeinsamer Ortstermin mit Vertreterinnen und Vertretern der Kreispolizeibehörde sowie der Straßenverkehrsbehörde statt, bei dem die Situation nochmals bewertet wurde.

Zur weiteren fachlichen Einordnung sind zusätzliche Untersuchungen vorgesehen. Geplant ist unter anderem eine Knotenpunktzählung, bei der Fahrbeziehungen sowie Wegebeziehungen von Fußgängerinnen und Fußgängern erfasst werden. Darüber hinaus wurde eine fachplanerische Verkehrsuntersuchung beauftragt. In diesem Rahmen werden ergebnisoffen unterschiedliche Lösungsansätze geprüft, beispielsweise Querungshilfen, zusätzliche Markierungen, Lichtsignalanlagen, Anpassungen der Vorfahrtsregelung, mögliche Abbiegebeschränkungen oder auch bauliche Veränderungen.

Der betroffene Bereich weist bereits verschiedene verkehrsregelnde Rahmenbedingungen auf. Die ehemalige B221 Kaldenkirchener Straße beziehungsweise der Westwall ist vorfahrtsberechtigt, es gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h. In südlicher Fahrtrichtung schließt die Königsstraße als verkehrsberuhigte Einbahnstraße an. Auf dem Nordwall besteht eine zeitlich eingeschränkte Geschwindigkeitsregulierung von 30 km/h; zudem befindet sich dort eine Einrichtung für Menschen mit altersbedingten Einschränkungen.

Unfallereignisse werden grundsätzlich sorgfältig analysiert und von den zuständigen Stellen untersucht. Dabei werden jeweils alle relevanten Faktoren berücksichtigt, etwa Verkehrsabläufe, örtliche Gegebenheiten sowie Witterungs- und Sichtverhältnisse.

Kurzfristig ist ein weiterer Ortstermin mit den zuständigen Fachbehörden vorgesehen, bei dem geprüft wird, ob und welche zusätzlichen Maßnahmen sinnvoll und umsetzbar sind. Über die Ergebnisse wird im zuständigen Fachausschuss berichtet.

Die Burggemeinde Brüggen ist über die tragischen Unfälle betroffen und begleitet die laufenden Untersuchungen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten. Ziel ist es, auf Grundlage fachlicher Bewertungen mögliche Verbesserungen zu prüfen und, soweit erforderlich und umsetzbar, zur weiteren Erhöhung der Verkehrssicherheit beizutragen. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass Verkehrsunfälle in der Regel auf ein Fehlverhalten im Straßenverkehr zurückzuführen sind und meist durch ein Zusammenwirken mehrerer Faktoren entstehen. (opm)