Japan/Tokio: Für den Tsukiji-Markt in Tokio heißt es früh aufstehen

Zwar haben Touristen erst ab 9 Uhr Zugang zu Tokios berühmtestem Fischmarkt, das Highlight sind aber die Thunfisch-Auktionen. Bei einem begrenzten Einlass wird hier schon weit vor 5 Uhr auf eine der wenigen Karten gewartet. 
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Reisen/Tokio – Es ist lange her, seit an dem 1935 gegründeten weltweit größten Fischmarkt die Fischerboote anlegen. Heute ist der Fischmarkt ein riesiges Handelszentrum und beliebtes touristisches Ziel in Tokio, bei dem Anfang 2017 erst ein 212 kg schwerer Thunfisch für 74,2 Millionen Yen, also 600.000 Euro, den Besitzer wechselte und damit einen neuen Rekord erreichte.

Foto: Rheinischer Spiegel

Ursprünglich sollte der Fischmarkt bereits umgezogen sein, das Gelände in Toyoso stellte sich jedoch als durch ein Gaswerk verseucht heraus. Der Umzug drängt jedoch, denn das Gelände des Tjukiji-Fischmarktes (www.tsukiji-market.or.jp) ist fest verplant für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio und so bleibt nur noch wenig Zeit eines der beeindruckenden Ziele der Stadt zu besuchen.

Foto: Rheinischer Spiegel

Ab 9 Uhr können Touristen einige Bereiche des Marktes besichtigen, gerade der Zugang zu den Thunfischversteigerungen ist aber für Besucher limitiert. Der Markt hat so sehr in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen, dass der normale Betrieb beeinträchtigt wurde. So haben nur noch 120 Neugierige täglich Zugang und die Karten werden ab 5 Uhr querbeet an die Wartenden vergeben. Viele warten schon vor 5 Uhr auf die limitierten Karten. Neben Fisch werden Obst, Gemüse aber auch Blumen verkauft. Täglich wird hier mit 2.000 Tonnen Meeresfrüchten gehandelt.

Foto: Rheinischer Spiegel

Neben dem „Inner Market“ in dem die Großhandelsgeschäfte mit ihren berühmten Auktionen stattfinden, bietet sich Touristen der „Outer Market“ mit Einzelhandelsständen und Restaurant an. Die engen Gänge im „Inner Market“ sind gesäumt von hunderten von kleinen Ständen, an denen hektische Käufer und Verkäufer im Gespräch sind und einen Einblick in eine beeindruckende Welt zulassen. Um den Geschäftsbetrieb nicht zu stören, dürfen Touristen erst ab 9 Uhr in diesen Bereich, wenn die Hauptphase der Käufe bereits abgeschlossen ist.
Bis dahin lässt sich in den Gassen des „Outer Market“ verweilen, denn die Restaurants sind von 5 Uhr bis in den frühen Nachmittag hinein geöffnet und bieten ein fantastisches Erlebnis durch die japanischen Speisekarten. (dt)

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